AKT DES MAGISTERIUMS
 

„Liebst du mich?“
Sich selbst lieben; seinen Nächsten lieben;
und Gott über alles lieben

  1. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Heilige Petrus ist das Oberhaupt der Kirche Christi (Mt 16,18), Kind Christi. Der Heilige Petrus ist Kind des Königs und Seiner Königlichkeit. Petrus sah sich selbst als nichts anderes als dem demütigen Diener Christi, der alle in Seinem Herzen vereint (Kol 3,11).

  2. Jetzt wie damals befiehlt Christus, und der Heilige Petrus, als sein demütiger Diener, als Oberhaupt der triumphierenden Kirche, handelt so, wie er in der ihm auf Erden gewährten Zeit gehandelt hat; und jetzt, in der Ewigkeit, opfern Petrus und jene ersten Freunde noch einmal alles von sich, damit der Vorrang Christi triumphiere (Kol 1,18), zum letzten Mal.

  3. Das ist die lebendige Treue des Heiligen Petrus im Dienst Christi, im Dienst des Sohnes Gottes, denn das ist das Wesen des Amtes, das der Sohn Gottes ihm gegeben hat (1Petr 4,17-19).

  4. Nichts ist das Amt, wenn es nicht in dem Stein, der Christus ist (Mt 21,42), auf dem Stein, der Christus ist (Eph 2,20), im einzigen Herzen, das Christus ist, ruht und verschmolzen ist. Das ist das Amt: Christus dienen, indem man den Brüdern und Schwestern dient, um gegenüber sich selbst zu sterben und Seinen Heiligen Namen in den Mittelpunkt zu stellen (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Katechese“, 01.01.1988).

  5. Die ersten Freunde Jesu, die Apostel, wurden in der Zeit und zur rechten Zeit berufen, um den Willen Christi zu erfüllen, Seine Worte in die Tat umzusetzen, um den Wirkungen Seines Wortes Gestalt zu geben (Lk 5,10).

  6. So ließen sich die Apostel als einfache Werkzeuge formen und gebrauchen, damit, in ihnen, Christus sein konnte (Gal 2,20).

  7. Das ist das Wesen der Kinder Gottes, derer, die sich durch die Liebe und durch nichts anderes unterscheiden. Liebe ist Jubel (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Freude auch im Leid“, 01.01.1989), Liebe ist Leben (1Joh 3,16), Liebe ist Gott (1Joh 4,8); und sie ist Meister, der lehrt, zu leben und zu sein, damit alle seien.

  8. Das ist die lebendige Flamme, die in der Kleinen Wiege des Jesuskindes, dem Tabernakel des Lebendigen Gottes (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Der Tabernakel Jesu“, 19.06.1994), brennt und sich jetzt immer mehr zeigt.

  9. Vor den Feinden sind Petrus und seine Freunde, seine Brüder, vorwärts gegangen und nie zurückgewichen (Apg 4,18-20). Wo andere flohen, gingen sie voran, um das Wort Gottes zu verkünden. Und mit der Kraft Gottes haben sie gesiegt: nicht ein Sieger, sondern sie alle Sieger im einzigen Sieg, der der Sieg Christi, des Siegers, des Erlösers, Dessen ist, der den Tod besiegt hat und besiegt (1Petr 1,20-21).

  10. Die wahren lebenden Toten sind die, die denken, sie könnten Krieg gegen Gott, gegen Seinen Heiligen Geist führen und gewinnen. Diese sind bereits tot, weil sie die Eingeborene Liebe nicht haben (Offb 21,8).

  11. Der Heilige Petrus, der demütige Diener Christi, hat immer Seinen Heiligen Namen verkündet und wird Ihn immer verkünden. Und mit Seiner Kirche schreitet er voran, um zu siegen und jenes Banner zu erheben, das viele dazu bringen wird, die Reise des Lebens anzutreten (Joh 14,6).

  12. Damals ging der Heilige Petrus von seiner Heimat nach Rom, damit Rom zum Zentrum der Christenheit werde, damit Christus in aller Munde sei, denn Seinen Namen zu nennen bedeutete, gerettet zu werden (Apg 4,12).

  13. Jetzt verkündet Petrus von diesem Heiligen Berg aus (Joh 4,21.23) wieder einmal den Namen Christi, des Königs und Herrn (Offb 17,14), weil in Christus, nur in Christus, die Erlösung ist. Und damit in Christus, dem Zeichen der Gerechtigkeit Gottes, alles erfüllt werde.

  14. Damals, am Ufer des Sees von Galiläa (Joh 21,1), fragte Jesus Petrus dreimal: „Liebst du mich?“

  15. Die dreifache Frage, die Jesus ihm damals stellte, war nicht nur an Petrus gerichtet, sondern an alle, die nach ihm kommen würden (1Petr 1,22).

  16. Die erste Frage bedeutete „sich selbst lieben“ (Joh 21,15); dann „seinen Nächsten lieben“ (Joh 21,16); und schließlich „Gott über alles lieben“ (Joh 21,17).

  17. Alles fließt in die einzige Liebe zusammen. Was Jesus damals von Petrus verlangte, verlangt der Meister jetzt von jedem von uns: einander zu lieben (Joh 13,34), um Christus zu lieben und den einen Vater, den ewigen Vater, zu lieben.

  18. „Ein Herz und eine Seele“ sein (Apg 4,32). Das wiederholte Petrus seinen Brüdern, die in Gemeinschaft versammelt waren. Und das muss jetzt die Kirche sein, die in Maria, der Gemeinschaft, neu gegründet ist.

  19. Maria wird ihren Kindern immer den Weg aufzeigen, je mehr sie fügsam gegenüber ihrem Ruf sein werden, um den Willen des Einen und Dreifaltigen Gottes in Gänze zu erfüllen (Lk 1,54).

  20. Maria jeden Tag lieben, um Jesus immer mehr zu lieben. Das ist es, was der Heilige Petrus erlebt hat, der mit seiner demütigen Liebe nie aufgegeben hat und so damals seine Mission erfüllt hat, die jetzt vom Himmel aus in diese Kirche einfließt (Akt des Magisteriums „Eine ist die Botschaft, Einer ist der Auftrag, Eine ist die Mission, auf der die streitende und triumphierende Kirche Christi ruht“, 27.02.2025), um gemeinsam „die“ Vollendung der Vollendungen zu erreichen: das Herz Dessen, der alles erschaffen hat, der das Leben ist (1Joh 1,2), siegen und triumphieren zu lassen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

25. Mai 2025
VI. Ostersonntag

Der Pontifex
Samuele