15. August 2025
Hochfest Mariä Himmelfahrt und Universale Miterlöserin

Evangelium: Lukas, Kap 1, Vv. 46-55
Homilie des Pontifex Samuel

Glaubt an Maria, die Miterlöserin,
und ihr werdet gerettet werden

Nun sind wir alle hier, um das Fest der Feste zu begehen; das Fest für alle, die Maria lieben, das schönste Fest. Zusammen mit dem Fest der Unbefleckten (Lk 1,27) ist das Fest der Himmelfahrt, das wir heute begehen, das Fest der Miterlöserin, das wir heute begehen, „das“ Fest. Das Fest für alle, die in Maria den Weg sehen, um zur Rettung zu gelangen (Akt des Magisteriums, „Der privilegierte Weg, um zur Rettung zu gelangen”, 15.08.2023), um zum Herzen des Vaters zu gelangen, welches die Erlösung ist. Hier ist die Miterlöserin, die zusammen mit dem Sohn, vereint mit dem Sohn, die Kinder rettet, die, indem sie Seine Hand ergreifen wollen, diesen Weg des Lebens gehen, um ihn nie mehr zu verlassen und zum sicheren Hafen, zum heiligen Ziel, zu jenem Paradies zu gelangen, das der Vater allen Seinen treuen Kindern versprochen hat (Offb 2,7). Siehe, das Fest ist lebendig, pulsierend, fortwährend. Ein Fest, das nicht endet und nicht enden wird, solange wir vereint und in dieses Unbefleckte, reine, heilige Herz (Lk 1,28) eingepfropft bleiben wollen, so wie Maria von Anfang bis Ende rein und heilig gewesen ist: ein Leben voller Willenskraft, um immer den Willen des Vaters zu tun (Lk 1,38).

Das ist die Größe Marias, wie Jesus zu Seinem Mädchen sagte: „Meine Mutter ist groß gewesen, weil sie Meine Mutter war, aber vor allem, weil sie den Willen Meines Vaters getan hat“ (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Der Ewige Privilegierte Altar für die Hypostatische Union“, 30.06.1985), sagte Jesus, wie Er auch im Evangelium daran erinnert hat: „Wer den Willen meines himmlischen Vaters tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“ (Mt 12,50). Und Maria war diejenige, die mehr als alle anderen und besser als alle anderen den Willen des Vaters erfüllt hat, von Anfang bis Ende, auch dank der Lehren ihrer heiligen Eltern, Joachim und Anna, die Gott um eine Gnade baten (1Sam 1,27) und nachdem sie diese erhalten hatten, ihr Versprechen nicht brechen wollten. Sie haben diese Tochter dargebracht, damit sie von klein auf für den Vater sein könne (1Sam 1,28). Menschlich hätten sie denken können: „Nach so langer Zeit, nach so vielen Opfern, Vater, lass sie uns doch, wir haben keine anderen Kinder“. Hier zeigt sich der lebendige Wille, an den gegebenen Versprechen festzuhalten. Andernfalls wäre es besser, Gott keine Versprechen zu geben; aber wenn man sie gibt, muss man sie halten. Das ist das Beispiel dieser beiden heiligen Eltern, und das ist der Wille Marias, die von klein auf groß geworden ist, um den Willen des Vaters zu tun.

Der Vater hat sie mit Seiner Gnade erfüllt. Und aus Gnade und in Gnade, vereint mit Seinem Willen, hat der Vater sie belohnt, indem Er sie in den Himmel hat hinaufsteigen lassen (Offb 12,1). Das ist das zweit schönste Fest im Paradies, sagte Jesus zu Seinem Mädchen. Das erste war, als der Gottmensch Jesus in den Himmel auffuhr (Apg 1,9-11) und die Pforten des Paradieses öffnete. Sicherlich könnten viele denken: „Jesus war Gott, für ihn war es leicht, Sein Ziel zu erreichen“. Ich sage euch: „Nichts ist leicht“. Es braucht viel Willenskraft, um zu siegen (Hebr 5,8-9), denn Jesus ist zwar Gott, aber in dem Moment, in dem Er Fleisch angenommen hat, hat Er alles erfahren, was man als Mensch erfährt (Akt des Magisteriums, „Jesus Mensch und Gott“, 30.03.2025).

Das ist die Lehre, die uns der Meister in Seinem Menschsein – Gott (Phil 2,6-8) – vermittelt. Aber für Maria gibt es keine Ausreden. Maria stellt uns eine Realität vor Augen, als würden wir uns selbst im Spiegel betrachten. Maria war ein Geschöpf, eine Tochter: und sie war vollkommen (Hld 4,7). Und gerade weil sie vollkommen war, hat der Vater sie erhöht, indem Er sie mit Seiner Gnade erfüllt und neben Seinen Sohn erhoben hat. Hier ist Gott, der Gottmensch Jesus, und hier ist Maria, die durch Gnade wie Gott geworden ist (Lk 1,49). Dank ihres Willens, vollkommen zu sein, hat der Vater sie belohnt.

Hier ist der Erlöser (Jes 59,20) und hier ist die Miterlöserin (Offb 12,1-12a). Es ist ein Mysterium, liebe Brüder und Schwestern, das viele nicht akzeptieren wollen und viele sind empört, wenn sie diese Worte hören. Es wird Gott sein, der sich über euch empört, die ihr murrt und so denkt, denn dies ist der Wille des Vaters: das Geheimnis Mariens in seiner Ganzheit anzunehmen, denn der Vater hat Maria und Christus in der Eingeborenen Liebe verschmolzen. Es kann in der Ökonomie und im Geheimnis der Erlösung nicht den Einen ohne die Andere geben. Töricht sind diejenigen, die glauben, sich retten zu können, indem sie an Jesus, den Erlöser, glauben und Maria, die Miterlöserin, ablehnen. „Ihr werdet nicht gerettet werden, weil ihr das Wesen des Sohnes nicht verstanden habt (Joh 3,18), denn wenn man die Mutter nicht in ihrer Essenz und in ihrer Substanz versteht, wird man niemals den Sohn und das Geheimnis des Sohnes und das Geheimnis des Lebens des Sohnes in jedem von uns verstehen können. Und so auch das Geheimnis unseres Lebens in Ihm, der das ewige Leben ist“ (Akt des Magisteriums, „Die Liebe ist Leben“, 05.12.2021).

Dies ist Maria; diejenige, die dafür gelebt hat, den Willen des Vaters in heiligem und vollkommenem Gleichgewicht zu erfüllen. Sie hat ihr Leben geführt mit den Tugenden, die sie geprägt haben: die Organisation, die Verantwortung, das Gleichgewicht, die Pünktlichkeit, der Respekt, die Reflexion, die Klugheit, die Enthaltsamkeit, die Essenz und die Substanz. Dies gilt für alle, die Maria in Vollkommenheit nachahmen wollen (Akt des Magisteriums, „Mit Maria, um heilig zu sein“, 31.10.2023): ein Dekalog des heiligen Lebens, um jetzt als Heilige leben zu können (1Petr 1,15-16), um erhöht zu werden und in den Himmel aufzusteigen, wo totales Gleichgewicht herrscht (Mt 5,48).

Siehe, so lebt der Himmel, damit man auch auf dieser Erde dasselbe tue (Mt 6,10). Im Himmel herrscht vollkommene Ausgeglichenheit und Harmonie. In der Mitte steht der Thron: dort ist Christus. Und neben Christus steht Maria, die Königin des Himmels und der Erde, der Engel und der Heiligen, wie wir immer verkünden.

Und um Maria herum sind die Chöre der Engel. Sieben sind die Chöre der Engel (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Erzengel”, 29.09.1986). Stellt euch eine Ebene und konzentrische Kreise vor (keine pyramidenförmige Hierarchie, wie sie die Welt verstehen würde und versteht), in deren Mitte Christus zusammen mit Maria ist und sich der Thron befindet (Offb 22,1-3). Und dann befinden sich diese konzentrischen Kreise, die sieben Chöre der Engel und die Schar der Heiligen und Märtyrer (Offb 7,9-10).

Siehe, dies ist Gott, der Sich Selbst bekannt machen will: Er will die Geheimnisse des Himmels nicht für Sich behalten (Dan 2,28). Er will Sich Selbst bekannt machen, damit dasselbe auch auf dieser Erde geschehe, damit auch auf dieser Erde jenes heilige Gleichgewicht herrsche, in dessen Mittelpunkt Christus steht (1Kor 3,11), Maria an Seiner Seite in andauerndem Gebet (so wie es im Himmel geschieht); und um Ihn herum die Gürtel wie konzentrische Kreise, in denen jeder berufen ist, mit unterschiedlichen Aufgaben, Rollen und Ausdrucksformen den Willen Gottes zu erfüllen (Röm 12,4-6). Wie Jesus uns in der Katechese lehrt: Wer berufen ist, Licht zu sein, wer berufen ist, ein blätterreicher Baum zu sein, wer berufen ist, Salz zu sein, wer berufen ist, Hefe zu sein (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Katechese”, 01.01.1998). Wichtig ist, dass man sich danach sehnt, diese Eingeborene Liebe zu empfangen, die vom Thron ausgeht, um sie dann wiederum an andere weiterzugeben (1Joh 4,11). Das geschieht im Himmel, und das soll auch auf Erden geschehen; im Neuen Jerusalem, der Paradiesecke auf Erden (Offb 21,2).

Wenn wir heilig und vollkommen sein und schon jetzt die Vollkommenheit leben wollen, müssen wir auf das Gleichgewicht des Himmels schauen, um es auf dieser Erde in die Praxis umzusetzen (Phil 3,20). Nur so wird man am Reich Anteil haben und mit dem weißen Gewand am Festmahl teilnehmen können (Mt 22,11-12); mit jenen weißen Gewändern, die im Blut des Lammes gewaschen wurden (Offb 7,14), indem das „Opfer” umarmt wird, um alles heilig zu machen: ein Opfer der Liebe, der Heiligkeit, das alles Sündhafte, alles Weltliche – Egoismus, Rivalitäten – entfernt und die Liebe in den Mittelpunkt stellt (1Kor 13,13): die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten (Mt 22,37-39). Das ist die Brüderlichkeit, die die Ebene ist, auf der alle bestehen und bestehen sollen, so wie die Eingeborene Liebe im Herzen der Kinder bestehen soll (Joh 17,26).

Das, liebe Brüder, bedeutet, schon jetzt als Heilige zu leben. Andernfalls wird man nicht am Reich Gottes Anteil haben können, wie der Heilige Paulus sagt: „Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben“ (1Kor 6,9-10). Es ist ein Preis, der zusammen mit der Gnade aufsteigen lässt und zur Teilhabe am Reich Gottes führt, wie es im Buch der Offenbarung geschrieben steht: „Selig, die ihre Gewänder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore der Stadt, in die Stadt eintreten können. Draußen bleiben die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut“ (Offb 22,14-15). Siehe, die zwölf Tore der Stadt (Offb 21,21), die zwölf Sterne, die das Haupt Mariens krönen (Offb 12,1); sie werden alle eintreten lassen, die für würdig befunden werden, das weiße Gewand zu tragen, weil es im Blut des Lammes gereinigt ist (Offb 19,13).

Um dies zu tun, liebe Brüder und Schwestern, müssen wir uns aller Menschlichkeit entäußern und das Heilige umarmen. Das ist das Geheimnis, das wir jetzt in Maria, mit Maria und durch Maria zu unserem eigenen machen müssen, um ihrem Beispiel zu folgen (Pontifikales Dekret, „In Maria, mit Maria und für Maria”, 22.12.2019) und bereits jetzt in den Himmel aufgenommen zu werden, der sich hier herabgelassen hat, damit wir Ihn erleben können. Macht euch keine Sorgen, nichts wird geschehen außer den notwendigen Prüfungen, die Jesus für eine immer größere Heiligung zulässt (1Thess 4,3). Das ist die Vollkommenheit, nach der wir streben sollen, um wie Maria leben zu können (Mt 5,48). Nur so wird man Anteil haben am Geheimnis des Lebens (2Tim 1,10).

Das, liebe Brüder und Schwestern, ist es, was diejenigen, die das Neue Jerusalem leben, von denen unterscheiden soll, die weiterhin das leben wollen, was Welt ist (Jak 4,4); eine Welt, die ihr Gleichgewicht verloren hat, das Gleichgewicht, das der Vater von Anfang an geschaffen hat (Gen 1,31); diese zerrissene Welt, die der menschlichen Ungerechtigkeit ausgeliefert ist, zerrissen durch die gegenseitige Nachlässigkeit der Mächtigen, die die Nationen beherrschen.

Vergeblich sind und vergeblich werden die Versuche derer bleiben, die nicht im Namen Gottes handeln, sondern im Namen ihres eigenen „Ichs”. Ihr werdet hinweggefegt werden, weil euer Hochmut euch zerreißen wird. Dann wird erneut der Arm des Allmächtigen Vaters eingreifen, um siegen zu können (Akt des Magisteriums, „Vater, die Stunde ist gekommen”, 01.12.2024). Erneut wird die Macht des Arms des Vaters die Hochmütigen in den Gedanken ihres Herzens zerstreuen, die Mächtigen vom Thron stürzen und die Niedrigen erhöhen, die Hungernden mit Gaben beschenken und die Reichen werden mit leeren Händen ausgehen (Lk 1,52-53), wie wir im soeben verkündeten Evangelium gehört haben.

Das sind keine Worte, liebe Brüder und Schwestern, sondern alles erfüllt sich und wird sich erfüllen. Und je mehr der Mensch in seinem Hochmut verharrt, desto mehr wird er die Gerechtigkeit Gottes schmecken, und viele werden es sein, auch unter denen, die heute zeigen wollen würden, etwas zu tun, die die Gerechtigkeit des Vaters schmecken werden (Offb 19,11), weil sie nicht von einem Heiligen Geist beseelt sind, sondern von einem übergroßen „Ich“, das nur danach strebt, die Kleinen zu unterwerfen.

Wer hingegen auch unter den Mächtigen, vor allem unter den Mächtigen dieser Welt, sich an die Brust schlägt, der wird der Gnade Gottes begegnen, und Gott wird ihm helfen (Ps 46,2). Aber man muss sich an die Brust schlagen, man muss sich vor dem Dreieinigen Gott niederwerfen, denn wie aufgeblasene Menschen, die mit einer kleinen Nadel zerplatzen, wird nichts übrig bleiben: Staub wird übrig bleiben (Gen 3,19).

Diese Erde, Beute der Unmoral, wird in drei Teile geteilt werden (Offb 16,19). Drei. Der erste Teil: diejenigen, die den wahren Dreieinigen Gott anbeten, der sich hier offenbart, und die hierher kommen werden, um Ihn anzubeten, zusammen mit denen, die vom guten Willen beseelt sind und von der Barmherzigkeit Gottes berührt werden (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die von Jesus bestimmte Wohnstätte”, 09.03.1997). Der zweite Teil: diejenigen, die den Auftrag verraten haben (Jer 11,10), diejenigen, die aufgrund eines geschlossenen Bundes diesen mit Füßen getreten und das wahre Gesetz der Liebe verraten haben. Diejenigen, die den ersten Bund mit Füßen getreten haben, und diejenigen, die den zweiten Bund mit Füßen getreten haben. Und für diese wird das Urteil des Vaters schwer ausfallen, denn anstatt den Kleinen zu helfen, sind sie zu Peinigern der Kinder Gottes geworden, die sich aus Angst, an Leib und Seele geraubt zu werden, nicht zu ihnen trauen (Mt 18,10).

Der dritte Teil wird aus allen Kalten und Lauwarmen (Offb 3,15-16) und aus allen bestehen, die eine falsche Religion bekennen, eine religiöse Philosophie, die nicht das Leben in den Mittelpunkt stellt, sondern von einem teuflischen Geist des Todes beseelt ist (Joh 8,44). Das wird das Ende dieser Welt sein.

Wer Marias Hand ergreift und sie festhält, der wird gerettet werden, denn er wird jene Hand ergreifen, die ihn zum Herzen des Vaters führt, in dem das Leben ist (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Rückkehr Jesu”, 30.10.1994). Der Heilige Spross ist aufgegangen (Jes 11,1), liebe Brüder, Er ist groß, üppig und stark geworden. „Der, der rettet” ist Sein Name, und Er wird viele retten, die Seine Hand ergreifen und rufen werden: „Herr, rette mich!” (Mt 14,30). Und sie werden hören: „Hab Vertrauen, Ich bin es (Mt 14,27). Steh auf und geh (Apg 3,6). Komm und nimm Anteil am Festmahl des Herrn, nähre dich und trink”. Lebendiges Wasser wird aus seinem Inneren fließen (Joh 7,38). Das lebendige Brot wird die vielen nähren (Joh 6,51), die, indem sie den Herrn sehen, herbeieilen werden, um Ihn zu bitten „Rette mich“, und der Herr wird sie retten.

Bleiben wir in Maria eingepfropft, die uns den Erlöser geschenkt hat, die uns Gott-rettet geschenkt hat (Mt 1,21). Bleiben wir vereint in ihrem Unbefleckten Herzen und erleben wir sie als die Universale Miterlöserin (Akt des Magisteriums, „Wie der Name Jesu, des Erlösers, rettet, so rettet der Name Marias, der Miterlöserin“, 12.09.2021). Liebt sie mehr als euer eigenes Leben, und es wird euch an nichts fehlen.

Ich sage euch: „Wer sich mit aufrichtigem Herzen weiht, wer mit aufrichtigem Herzen dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, der wird den Tod nicht sehen, denn das Leben ist in ihn eingegangen, denn der, der zusammen mit Maria das Leben ist, wird retten (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Maria, ich weihe mich Dir“, 10.03.1986). Christus, der Erlöser, Maria, die Miterlöserin. Und so sei es.