30. November 2025
Hochfest Christkönig
Evangelium: Matthäus, Kap 25, Vv. 31-46
Homilie des Pontifex Samuel
König der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit,
handle und siege um Deiner Kinder willen
Lebendig ist das Fest, das wir heute begehen, das Fest Christi, des Königs (Akt des Magisteriums, „Ruhm und Ehre sei Dir, Christus, König des Universums„, 24.11.2024), das Fest Dessen, der König ist: König der Barmherzigkeit und König der Gerechtigkeit; Derjenige, der die Gerechten zu Sich ruft, jene Kleinen, jene Niedrigen (Mt 18,3-4), jene Letzten, die Seinen Willen getan haben, indem sie Ihm gedient und Ihn geliebt haben, kraft der Liebe, die sie umsonst empfangen haben, und der Liebe, die sie umsonst geschenkt haben (Mt 10,8b).
Das ist der Segen, der heute reichlich und in Fülle auf alle „Gerechten“ herabkommt, die den König lieben und die, indem sie den König lieben, den Bruder lieben, die Schwester lieben (1Joh 4,20) und das Fest erleben: ein lebendiges, fortwährendes und pulsierendes Fest. Dies ist der Tag, auf den die Kinder Gottes so lange gewartet haben, an dem Er heute Seine Gnade und Seine Barmherzigkeit reichlich auf die vielen „Gerechten“ herabkommen lässt, die vor der Welt verborgen sind und die sich vom König rufen hören und zu sich sagen hören: „Komm, mein Kind, empfange deinen Lohn, denn als ich hungrig war, hast du mir zu essen gegeben, als ich durstig war, hast du mir zu trinken gegeben“ (Mt 25,35) und so in jeder Gegebenheit.
Das ist der Lohn, den die „Gerechten“ nun in Fülle erhalten werden, so wie auch die Barmherzige Gerechtigkeit in Fülle denen zuteilwerden wird, die, obwohl sie berufen waren, gerecht zu sein, statt Gott und ihren Nächsten Liebe zu schenken (Mt 22,37-39), Gott verraten und sich nicht um ihren Nächsten gekümmert haben, indem sie das getan haben, was in den Augen Gottes böse ist und was in den Augen ihres Nächsten böse ist.
Siehe, der König, der kommt, um zu verteilen, was jeder, der gesät hat, nun ernten soll. Das ist das Fest, das wir heute an diesem lebendigen und feierlichen Tag begehen.
Der König stellt denen, die am Tag des Gerichts vor Ihm stehen, drei Fragen: als Er „Hunger und Durst hatte“, als Er „fremd und nackt“ war und als Er „krank und im Gefängnis“ war. Drei Fragen, die drei Situationen beschreiben.
Als „ich hungrig und durstig war“. Es ist der Hunger nach Gott und der Durst nach Gott, der von den Kleinen gestillt wird, die sich selbst und alle Brüder Christi, des lebendige Brots, das vom Himmel herabgekommen ist, ernähren wollen; die ihren Durst mit dem Wasser stillen wollen, das aus dem Schoß Dessen fließt, der das Leben ist (Joh 4,14): das ist der König, der diejenigen speist und tränkt, die hungrig und durstig sind. Und der König wohnt in diesem Haus, wo Er Seinen Thron aufgestellt hat (Offb 7,17). Und heute sind viele auf der Suche nach dem wahren Brot (Akt des Magisteriums, „Die wahre Gemeinschaft mit dem lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist„, 02.06.2024), das unbefleckt ist, und nach dem guten, unvergifteten Wasser aus dem Brunnen, wo es Wasser gibt, das für die Ewigkeit durstlöschend ist, wie Jesus zu der Samariterin sagte: „weder auf diesem Berg noch in Jerusalem“ (Joh 4,21) – sagte Er damals –, denn alles sollte sich auf einem anderen Berg, in einem Neuen Jerusalem (Offb 21,2) erfüllen. Hier ist der Berg, hier ist das Neue Jerusalem (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Heilige Stadt„, 23.06.1996), wo Christus auf Seine Kinder wartet, um sie zu speisen und zu tränken (Offb 7,16). Selig sind alle, die sich zu Sprecher machen, die auf den Straßen dieser Welt unterwegs sind (Lk 14,23), um den vielen zu helfen, die hungrig sind und kein Brot finden, den vielen, die durstig sind und den Ort nicht finden, an dem sie ihren Durst stillen können, weil in anderen Häusern die Brunnen vergiftet und ausgetrocknet sind; und das Brot nicht mehr rein ist, sondern ein gesüßtes Brot ist, das nicht sättigt. Das ist das erste Erfordernis, das sind die ersten Flüchtlinge, denen geholfen werden soll, die Flüchtlinge des Geistes, die auf den Straßen dieser Welt umherirren auf der Suche nach Brot und Wasser. Das ist das erste Erfordernis, für das Gott, der Allmächtige Vater, in Seinem Sohn Seine Kleinen segnet (Mt 11,25).
Hier gibt es noch andere: „fremd und nackt“ sein. Die Fremden sind diejenigen, die ihr Land verlassen haben, kein Zuhause haben, obdachlos geworden sind, weil ihr früheres Zuhause nicht mehr ist. Siehe, selig sind alle, die den Weg weisen, wo das Haus Gottes ist (Ps 83,6). Siehe, das Neue Jerusalem, die Wohnung Gottes unter den Menschen (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die von Jesus bestimmte Wohnstätte„, 09.03.1997), wie es geschrieben steht und prophezeit ist (Offb 21,3), Vollendung jeder Prophezeiung und jeder Schrift (Gen 17,8; Jer 31,33; Ez 37,27), wo es keine Schande und keine Blöße mehr geben wird (Offb 3,18). Die Stiefmutter lässt ihre Kinder nackt; Maria, die Mutter Kirche, bedeckt sie, damit niemand mehr nackt gefunden sei und sich schäme.
Und dann gibt es noch die dritte: „krank und im Gefängnis“ (Mt 25,36). So erleben viele die Krankheit, ebenso wie der mystische Leib Christi, der an vielen Metastasen erkrankt ist, die dazu geführt haben, dass viele Höfe amputiert werden mussten. Einer ist der Hof, der den mystischen Leib Christi wieder erleben lassen wird, wo die Reinheit des Glaubens bewahrt wird (Akt des Magisteriums, „Eine ist die Botschaft, Einer ist der Auftrag, Eine ist die Mission, auf der die streitende und triumphierende Kirche Christi ruht„, 27.02.2025); und viele, die gefangen sind, weil sie verhindert sind, andere Höfe und andere Häuser zu verlassen, werden von vielen Kleinen und Niedrigen besucht werden, die zu ihnen sagen werden: „Komm heraus aus diesem Gefängnis“, wie viele Engel, die hingehen und ihnen die Türen der Gefängnisse öffnen werden, so wie es der Engel bei dem Heiligen Petrus tat (Apg 12,7-11), der ihm die Türen öffnete und ihn aus jenen Ketten befreite, aus jenen Gefängnissen, in denen so viele eingesperrt sind, gefesselt an eine Tradition, die ihnen keine Freiheit lässt (Mk 7,8), die sie mit der moralischen Verpflichtung bindet, dort zu bleiben, in dunklen und verlassenen Häusern: Gefängnissen.
So wird alles vollbracht. Und nun ist das Verständnis da, das uns beseelen soll, um „die“ Mission zu verstehen, die der Vater jenen Gerechten, den Kleinen und Niedrigen anvertraut, damit man hingehen und viele befreien könne, die „hungrig“ sind; „durstig“; „Fremde, Flüchtlinge“; „nackt“ (viele schämen sich, wenn sie hören, wie Jesus verspottet wird [Jes 54,4]); „krank“ und „im Gefängnis“.
Das ist die erste spirituelle Notwendigkeit, die diese Seite des Evangeliums beseelt. Gott ist Geist, und die Zeit ist gekommen, in der derjenige, der Gott erleben will, Ihn in Geist und in Leben erleben und anbeten soll (Joh 4,24; 6,63). Wir müssen alles auf das zurückführen, was Geist ist (Röm 8,5-6), wir dürfen nicht an der Oberfläche bleiben, auch wenn wir das Wort des Evangeliums lesen und verstehen. Man darf nicht bei einer oberflächlichen und materiellen Lektüre bleiben, sondern man soll in die Tiefen des Geistes hinabsteigen (1Kor 2,10), um den Geist wieder hochheben zu können (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Der Heilige Geist„, 13.09.1984) in dieser Welt, einer Welt, die den Geist verloren hat, nicht mehr aus dem Geist lebt, sondern nur noch aus Materie. Deshalb gibt es kein Verständnis mehr für das Wort Gottes.
Und siehe, wenn wir dann vor dem König stehen werden, werden sich viele Worte erfüllen, und viele, die als die Letzten galten, werden als die Ersten gefunden werden: viele Kleine. Das ist der Rest, der Rest des Israels Gottes, der treu geblieben ist (Röm 11,5) und vom König gerufen und gesegnet werden wird. Das ist die Überraschung und die Demut dieser Kleinen, die sagen: „Wann habe ich dir zu essen gegeben? Wann habe ich dir zu trinken gegeben?“ (Mt 25,37-39) Das ist die Antwort, liebe Brüder. Und wenn ihr sie rechtzeitig kennt, geht auf die Straßen dieser Welt, damit ihr gut versteht, was der König wünscht, und wenn ihr es vorher versteht, wird es euch leichter fallen, jede Aufgabe zu erfüllen, mit reinem Gewissen und reinem Herzen vor Gott, weil ihr alles getan habt, was Gott durch Seinen Geist von uns verlangt.
Andere, die sich in dieser Gesellschaft für die Ersten halten, die sich in den Dingen Gottes für die Ersten halten, werden als die Letzten befunden werden, wie Jesus im Evangelium sagt (Mt 19,30). Es gibt viele, die sich für „Diener“, „Knechte“ halten (Lk 12,45-46), die sich für vollkommen halten, denen gesagt werden wird, wie Jesus im heutigen Evangelium sagt: „ihr Verfluchten“ (Mt 25,41). Das sind die „bösen“, „faulen“, „nichtsnutzigen“ Diener (Mt 25,26; Homilie des Pontifex Samuele, „Die Talente und die Stadt, die in 3 Teile geteilt ist: die guten Treuen; die zögernden Faulen; die Bösen„, 23.11.2025); das sind die „törichten Jungfrauen“ (Homilie des Pontifex Samuele, „Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen: seid klug und nicht töricht, seid die heiligen Jungfräulichen„, 16.11.2025), über die wir an diesen Sonntagen nachgedacht haben und denen die Tür verschlossen und gesagt werden wird: „Ich kenne euch nicht; geht weg von mir“ (Mt 25,12); allen, die sich einbilden, mit Jesus in Gemeinschaft zu sein, und die nicht verstanden haben, was Jesus will; und denjenigen, die es verstanden haben, aber aus Feigheit nichts tun, weil sie in ihren Bequemlichkeiten bleiben wollen, weil sie sich nicht engagieren wollen (denn es erfordert Mut, Brüder, sich zu engagieren und gegen den Strom einer Welt von Wohlmeinenden [Röm 12,2] zu schwimmen, die den Geist verloren hat).
So sagt Jesus im Evangelium: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur der, der den Willen meines Vaters tut“ (Mt 7,21), und weiter: „Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Denn ihr selbst geht nicht hinein und lasst auch diejenigen nicht hinein, die hineingehen wollen“ (Mt 23,13). Wie könnte man diese Sätze nicht bedenken, wenn man versteht, wer diese Menschen – Ziegenböcke – sind, die von Jesus als „verflucht“ angeführt werden?
Wer links steht, steht auf der Seite des Herzens und ist daher aufgerufen, mehr als die anderen zu lieben, er sollte der Erste sein, der liebt, der das Wesen der Liebe versteht (Joh 13,34). Aber wenn man die Liebe zu Gott, zum wahren Gott, verliert und wenn man die Liebe zum Nächsten, zu den Letzten, zu den Schafen verliert, aus Eigenliebe und um seine Privilegien zu schützen, um in den eigenen Palästen zu leben, bequem… aber alles wird ans Licht kommen (Lk 12,2).
Dann wird derjenige, der zur Rechten steht, die Kraft Gottes erfahren (Akt des Magisteriums, „Der Arm Gottes„, 23.10.2022), so wie Maria im Magnificat singt: „Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut die im Herzen voll Hochmut sind; Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt Er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen“ (Lk 1,51-53). Dann werden viele, die sich in dieser Welt reich und allmächtig fühlen, die Macht Gottes, des Königs, erfahren. Dann wird der Schall der Posaunen zu hören sein (Akt des Magisteriums, „Die Posaune hat erschallt: Dies ist der Ruf für jeden wahren Christen„, 17.08.2025) und der Tag des Zorns Gottes, Dies irae, wird kommen, wie es auch anderswo am ersten Adventssonntag gesungen wird, an dem das Evangelium des Lukas das Ende verkündet (Lk 21,6 ff.): Man singt es, aber man wird es erleben, denn der Vater greift ein, um Seinen Kindern Gerechtigkeit zu verschaffen, wie es im Akt des Magisteriums „Christus König der Liebe und Gerechtigkeit“ geschrieben steht, den diese Kirche verkündet hat: „Das Zeichen Gottes, auf das viele warten, wird herabkommen: die Gerechtigkeit des Vaters über Babylon. Viele werden die eminenten und die prominenten, exzellenten Persönlichkeiten sein, die fallen und viel Lärm machen: Sie werden durch den göttlichen Willen hinabstürzen, weil sie mit schwerer Sünde befleckt sind. Babylon wird einer neuen und weitreichenden Verwirrung zum Opfer fallen und in einen endlosen Wirbel hinabsteigen“ (Akt des Magisteriums, „Christus König der Liebe und der Gerechtigkeit„, 26.11.2023). So spiegelt sich die Bosheit Babylons (Offb 17,5) in der Verwirrung wider, die in dieser Welt herrscht, und wird sich auch weiterhin darin widerspiegeln. Deshalb ist diese Welt von Verwirrung heimgesucht. Die Bosheit Babylons hat dazu geführt, dass die Verwirrung zunehmen konnte, und nun hat sie zugenommen. Es gibt Kriege, es gibt schwere Konflikte, weil niemand aufgeben will. „Viele werden ihre menschliche Macht demonstrieren wollen, und der Konflikt wird sich ausweiten. […] Die Menschheit erlebt die Zeit der großen Verwirrung. Der Feind Gottes hat sie im Griff, und viele Herzen sind seinem teuflischen Handeln verfallen. Der böse Geist bläst einerseits dorthin, wo das Feuer lebendig ist: und siehe da, Gewalt und Krieg, Hass und Übergriffe“, die gerade in dem Land beginnen, in dem Jesus geboren wurde: der schwerste Konflikt, der dazu führen wird, dass andere Konflikte ebenso entflammen, wie sie bereits entflammt sind, um zu einem Konflikt zu gelangen, der niemals enden wird. Siehe, der böse Geist „der in seinem immer höllischeren Griff Völker und Nationen verfolgt; andererseits bläst er, um das Heilige Feuer des wahren Glaubens auszulöschen, und treibt viele Herzen – auf der Suche nach der Wahrheit – weg von dem Haus, in dem Gott seine Wohnstätte, seinen Thron aufgestellt hat“ (Akt des Magisteriums, „Christus König der Liebe und der Gerechtigkeit„, 26.11.2023).
Hier ist diese Wohnstätte, hier ist dieses Haus, das rechtzeitig von dem Mädchen Gottes angekündigt und verkündet wurde, damit viele es rechtzeitig kennenlernen und vor dem Glaubensabfall und der Häresie bewahrt werden konnten. Siehe, im Neuen Jerusalem ist der König zurückgekehrt, um die Kinder in der einzigen Herde zu versammeln (Joh 10,16). Siehe, die vom Vater gesegneten Kinder, denen der König sagen wird: „Kommt her, ihr Gesegneten eures Vaters, denn ihr habt Gnade bei meinem Herzen gefunden, denn ihr habt Mir zu essen gegeben, als Ich hungrig war; Ihr habt Meinen Durst mit eurer Liebe gestillt, als die Liebe vieler versagt hat; und ihr wart bei Mir und für Mich bis zum Ende, beharrend und siegend“, mit eurem ganzen Sein (Akt des Magisteriums, „Christus König der Liebe und der Gerechtigkeit„, 26.11.2023).
Diese Worte kehren zurück und erfüllen sich nun: den König lieben und den Nächsten lieben, liebe Brüder und Schwestern. So oft haben wir es wiederholt, und heute wiederholen wir es erneut: Wir müssen uns zu fruchtbarem Boden machen, noch fruchtbarer, nach dem Vorbild Marias, nach dem Vorbild Maria Giuseppinas, damit das Weizenkorn, das auf die Erde gefallen ist (Joh 12,24), fruchtbaren Boden finde und wünschenswerterweise hundertfach, hundertfach, hundertfach Frucht bringt (Mt 13,23)! Das ist also das Opfer, das Früchte trägt und nicht vom Unkraut und den Dornen verdrängt wird. Das ist der fruchtbare Boden, zu dem wir aufgefordert sind: unser Herz, fruchtbar für die Liebe, damit viele reichlich Frucht bringen können (Joh 15,8). Das ist der Wille, jeden Tag den Willen Gottes zu tun (Lk 9,23): Das ist es, was zählt; das ist es, was die Heiligen getan haben. Das ist es, wozu wir heute aufgerufen sind, um heilig zu sein, um als Heilige zu leben, denn das ist das Einzige, was zählt: Alles andere wird zurückbleiben (Phil 3,7-8). Alles, was vor dem König zählen wird, sind die Heiligkeit und die guten Werke, die jeder mit sich bringt. Das ist das Beispiel des Mädchens Gottes (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Diejenige, die die Synthese der Propheten und der alten Patriarchen ist„, 26.07.1996), das sein Leben zu einem Evangelium des Lebens, einem Evangelium der Liebe, einem Evangelium der Nächstenliebe gemacht hat, das allen zur Verfügung stand. Dies ist „die Stärke des Hauses Gottes, die Kraft des Wirkens seines Geistes“, die „in den Kindern, die dem Vater treu sind, fruchtbaren Boden gefunden [hat]. In dieser Zeit schreitet der Geist voran, um zu siegen, und manifestiert dabei das Handeln und den Willen des Vaters, um alle unter dem einen Hirten, Christus, dem König der Könige und Herrn der Herren zu sammeln und wiedererkennen zu lassen“ (Akt des Magisteriums, „Christus König der Liebe und der Gerechtigkeit„, 26.11.2023).
Dies ist die Zeit, liebe Brüder, in der sich diese Worte, die in diesem Lehrakt geschrieben stehen, nun erfüllen, denn der König will alle Seine Schafe in diesem Schafstall, diesem einzigen Schafstall versammeln. „Aus einer kleinen Ecke der Erde hat Gott das Zentrum Seiner unendlichen Barmherzigkeit gemacht, das Ziel und den Landeplatz für alle Menschen guten Willens, für alle, die den wahren Glauben bewahrt haben, für alle, die den wahren Glauben an Christus, den Herrn, den König der Gnade und Barmherzigkeit, verteidigt haben und verteidigen werden“ (Akt des Magisteriums, „Christus König der Liebe und der Gerechtigkeit„, 26.11.2023).
Wir müssen zu der Zeit der ersten Kirche, der entstehenden Kirche, zurückkehren, in der in allen die Liebe regierte und alle sich einig waren, das Brot zu brechen (Apg 2,42-47). Es gab keinen Neid, keine Eifersucht, keine Rivalitäten, keine Spaltungen, die Spaltungen, die den mystischen Leib Christi zerrissen haben. Das sind die Spaltungen unter den Christen, die sich im Laufe der Geschichte ereignet haben, sicherlich nicht nach dem Willen Gottes, sondern nach dem Willen und Interesse von Menschen, die sich im Laufe der Zeit gespalten haben, indem sie scheinbare spirituelle Vorwände vorbrachten und die Apostel gegeneinanderstellten, anstatt sich zum Primat Petri zu bekennen, wie es Jesus festgelegt hatte (Mt 16,18-19; Joh 21,15-17). Nicht Petrus hat sich selbst gewählt, sondern Jesus hat ihn gewählt! Und niemals haben Andreas oder Paulus oder andere den Primat des Petrus in Frage gestellt. Andreas war der Erste, der die Verkündigung empfing (Joh 1,39-40), und er war der Erste, der sie seinem Bruder weitergab (Joh 1,41), indem er als Erster den Primat anerkannte, den Jesus seinem Bruder gewährt hatte: Das sage ich den orthodoxen Brüdern. So wie Paulus, obwohl er mit Petrus disputierte (Gal 2,11-14), ihm immer den Primat zuerkannte, ihm half, aber ihn nie verdrängen wollte: das für die Protestanten. Wenn man die Christen wirklich vereinen will, muss man zum Wesen des Evangeliums und zum Primat des Petrus zurückkehren, um eins zu sein in Christus, dem Herrn (Eph 4,3-6). Wer in diesem Schafstall sein will, der wird bleiben und anwesend sein, um die Christen nach dem Willen Gottes wieder zu vereinen, der hierher zurückgekehrt ist, um seine Schafe zu versammeln.
Die wahre „universale Brüderlichkeit“ kann nur in Christus erreicht werden (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Der Ewige Privilegierte Altar für die Hypostatische Union„, 30.06.1985). Es wird niemals eine menschliche „universale Brüderlichkeit“ geben können (Mt 12,48-49), so wie es andere, indem sie jetzt durch die Welt ziehen, in Kontinuität mit dem und denen, die vor ihm waren, tun. Wahre „Brüderlichkeit“ gibt es nur in Christus, dem Herrn (Akt des Magisteriums, „Die Gemeinschaft in dem einzigen Glauben: Christus„, 11.05.2025). Nur wer Christus als Sohn Gottes anerkennt, der kann „Bruder“ genannt werden: „Kind“ ist, wer an Jesus glaubt (Joh 1,12) und sich taufen lässt (Mk 16,16); die anderen bleiben „Geschöpfe“.
Einer ist der Sohn Gottes, Jesus. Man kann Jesus nicht mit Menschen gleichsetzen. Die Juden haben Moses als ihren Bezugspunkt: einen Menschen. Sie hätten den Messias erkennen müssen, aber sie haben ihn nicht erkannt (Joh 1,11). Die Muslime haben Mohammed: einen Menschen; dann gibt es Buddha: einen Menschen. Einer ist der Sohn Gottes, Einer, und Er heißt Jesus (Apg 4,12): Das ist die universale Brüderlichkeit!
Man darf Christus, Seine Göttlichkeit, nicht herabsetzen. Das hat Arius getan, der heute als Häretiker in Erinnerung ist, aber heute macht man es noch schlimmer, weil man die Göttlichkeit Christi ausverkauft und Ihn mit den Menschen gleichsetzt. Dies schreit vor dem Vater, und diese schwere Sünde wird dazu führen, dass der Vater eingreifen wird (Akt des Magisteriums, „Vater, die Stunde ist gekommen„, 01.12.2024). Siehe, der König der Barmherzigkeit und der Barmherzigen Gerechtigkeit.
Man erinnert an das Konzil von Nicäa: siebzehnhundert Jahre. Und was wird gesagt? Was wird verkündet? Glaubt man noch an die Wiederkunft Christi? Haben diese Worte noch einen Sinn: „Und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; und seiner Herrschaft wird kein Ende sein“? (Symbolum Nicaenum, Konzil von Nicäa I, 325 n. Chr.). Oder sind es Worte, die man sagt, an die man aber nicht mehr glaubt? Wer sind die Lebenden? Wer sind die Toten? (Akt des Magisteriums, „Die Generation der Heiligen„, 23.03.2025). Die Lebenden: diejenigen, die am Leben geblieben sind und im wahren Glauben, in Dem, der das Leben ist, im König des Lebens (Joh 14,6), lebendig gefunden werden. Die Toten: diejenigen, die Ihn verleugnet haben, diejenigen, die von allem Weltlichen angezogen und interessiert sind, die nicht mehr Gott, den Geist Gottes erleben, weil sie einem teuflischen Geist verfallen sind, der sie nur das Materielle erleben lässt, der sie lehrt, den Augenblick zu genießen, weil viele glauben, dass es nach dem Leben nichts mehr gibt. Das sind diejenigen, die zur Linken stehen werden und zusammen mit Satan und seinen Engeln dorthin geschickt werden, wo unauslöschliches Feuer brennt (Mt 13,42). Das sind die Kalten und Lauwarmen (Offb 3,16), die aus dem Mund Gottes ausgespien werden. Es werden die Warmen bleiben, jener kleine Rest Israels Gottes wird bleiben (Jes 4,3), der mutig aus Liebe zu Gott und zu den Niedrigen opfert, denn Gott liegen Seine Kleinen am Herzen.
Diejenigen, die an einer Tradition festhalten (Mk 7,9), auf Godot warten und bequem in ihren Palästen bleiben wollen, werden schon heute ihren Lohn erhalten, denn Gott ist der König der Barmherzigkeit und muss Seinen Kindern, den Gerechten, Gerechtigkeit widerfahren lassen.
Selig ist, wer auf die Arche steigen will: Maria, die Arche des Neuen Bundes, um Maria, die universale Miterlöserin, erleben zu können (Akt des Magisteriums, „Wie der Name Jesu, des Erlösers, rettet, so rettet der Name Marias, der Miterlöserin„, 12.09.2021).
In diesen Tagen haben wir das Fest Mariens gefeiert, die Catherine Labouré (1830) erschienen ist; und sie hat uns jene wundertätige Medaille geschenkt, die viele mit heiligem Stolz tragen. Ihr tut gut daran, liebe Brüder, denn auf dieser Medaille spricht Maria zu uns. Auf dieser Medaille ist Maria mit den Strahlen der Barmherzigkeit eingeprägt, die aus ihren Händen kommen. „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen“, steht auf dieser Seite geschrieben. Wie könnte man nicht daran denken, was hundert Jahre später geschah, als dieselben Strahlen aus dem Herzen des barmherzigen Jesus flossen, das einer anderen Heiligen, Schwester Faustina, offenbart wurde? Das ist die Gnade und Barmherzigkeit, die aus den Händen Marias fließt. Und hier sind die Gnade und Barmherzigkeit, die aus der Seite, aus dem Herzen Christi strömen, in einer vollkommenen Vereinigung dieser beiden Herzen, die nicht zufällig auf der anderen Seite der Medaille dargestellt sind: das mit Dornen gekrönte Herz Jesu (Joh 19,2); das von einem Schwert durchbohrte Herz Mariens (Lk 2,35). Diese beiden Herzen – das Herz des Königs und der Königin, des Erlösers und der Miterlöserin – teilen über ihre Kinder Gnade und Barmherzigkeit aus. Und siehe, die Zwölf Sterne, die das „M“ als Krone umgeben, das Maria darstellt (Offb 12,1), wo das „V“ des Sieges eingraviert ist. Und aus diesem „V“ des Sieges entspringt der Baum des Lebens, das Kreuz, das Heilige Kreuz, der Baum des Lebens (Offb 2,7), der alle zum Erleben des Reiches Gottes führen wird, denn Gott ist der König der Barmherzigkeit für Seine Kinder und wird sie speisen und tränken (Ps 22,1-2).
Kommt, ihr, die ihr vom Vater gesegnet werden wollt; ihr, die ihr gespeist und getränkt werden wollt, denn hier erwartet euch der König des Lebens, um euch Sein Brot und Sein Wasser zu geben und euch in diesem Land der Liebe für die Ewigkeit leben zu lassen, in Christus und in Maria. Und so sei es.