3. Dezember 2017

Evangelium: Johannes, Kap 14, Vv. 6-21
Homilie des Pontifex Samuel

Fest des Herzens des Vaters

Heute begeht diese Kirche, die Universale Christliche Kirche des Neuen Jerusalem, das Fest des Herzens des Vaters. Ein Fest für alle Christen und für alle Männer und Frauen guten Willens, die Gott, dem Allmächtigen Vater, für alles danken wollen, was Er uns geschenkt hat. Ein Fest, das das liturgische Jahr der Kirche im Herzen des Vaters abschließt, so wie auch der gesamte Weg der Kinder Gottes im Herzen des Vaters enden wird. Das Herz des Vaters: Anfang und Ende von allem (Offb 1,8; 21,6; 22,13), um die Ewigkeit erleben zu können (vgl. 2Tim 1,9-10), so wie es im Heilsplan des Vaters war und ist, der sich nur in Christus, mit Christus und durch Christus erfüllt (Apg 4,12; Röm 10,9).

Der Gute und Gerechte Vater will durch das lebendige Wirken Seines Geistes, der in diesem Tabernakel wohnt, heute auf das Herz und in das Herz aller Seiner Kinder das Siegel des lebendigen Gottes (2Kor 1,22) drücken, damit heute, in diesem Land der Liebe, Seine lebendige Vaterschaft, Seine lebendige Gegenwart als Guter, Heiliger, Barmherziger und Gerechter Vater sich sehe, sich zeige und erlebt werde, um Seinen treuen Kindern Seine Umarmung der Liebe, Seinen lebendigen Schutz und Seinen väterlichen Blick zu schenken.

In diesem Land der Liebe, in dieser Wiege der Liebe, der Wiege des Sohnes Gottes, nimmt der Vater jedes Gebet an, das heute durch das Unbefleckte Herz Mariens jedes Kind an Sein Herz richtet (Eph 6,18). Der Vater versiegelt diese Gebete, bewahrt sie, um sie lebendig zu machen.

Heute ist auch ein Tag der Warnung (vgl. Mal 2,1-9) für jeden Feind Gottes, für jeden Feind der Kinder Gottes, für jeden Feind jedes Geschöpfes, das sich danach sehnt, die Wahrheit zu erkennen, die sich nur im Sohn Gottes offenbart. Wehe all denen, die dem Werk des Vaters den Rücken gekehrt haben (Mt 23,13.15)! Wehe all denen, die dem Sohn Gottes den Rücken gekehrt haben, um sich Fabeleien zuzuwenden (2Tim 4,4)! Wehe all denen, die gegen den vom Vater gewollten Heilsplan (Mt 23,33-36) intrigieren und handeln, der sich nur in Christus erfüllt, um die Herzen zu vergiften und sie in einen tiefen, tödlichen Schlaf versinken zu lassen, in eine Erstarrung, die die Herzen umklammert, in einen dichten Nebel (Jes 60,2), der die Herzen vom wahren Licht, das Christus ist, entfernt, um alle in der Finsternis der Welt leben zu lassen, um alle dazu zu bringen, sich religiösen Philosophien anzunähern, die nicht Ausdruck des Willens des Vaters sind.

Von diesem Land der Liebe aus erhebt sich heute für die ganze Welt ein Jubellied (1Chr 16,33; Ps 43,4; 118,15; Jes 35,2.10; 51,3.11) zum Herzen des Vaters, um Ordnung und Heiligkeit in die Herzen der Kinder und der Menschen guten Willens zurückzubringen, denn um wahre Menschen zu sein, soll man sich als wahre Kinder erkennen (Joh 1,12; 1Joh 3,1 Eph 1,5; Röm 8,29), die im einzigen Vater (1Kor 8,6; 12,4-6) ihre Kindschaft manifestieren.

Dies ist das Wirken des Geistes des auferstandenen Christus (Mt 28,20b), der durch diese wahre und lebendige Kindschaft (Röm 8,15-16) alle das Fest des Herzens des Vaters feiern, begehen und erleben lässt, um – in der Einzigartigkeit der heiligen Vaterschaft (Eph 4,4-6) – die Zugehörigkeit zum Einen und Dreieinigen Gott (2Kor 13,13), dem Wahren, Heiligen, Barmherzigen und Gerechten, leben zu lassen.

Im Laufe der Zeit und zur rechten Zeit hat der Vater in der Geschichte Seine lebendige Gegenwart offenbart und das Volk Gottes stets begleitet: Er hat es begleitet, damit jeder Kampf gewonnen werde; Er hat es begleitet, damit es gegen alle Widrigkeiten siege; Er hat es begleitet und auch ermahnt, um es dazu zu bringen, wieder den rechten Weg, den Meisterweg zu gehen, der ursprünglich Disziplin in eine undisziplinierte Welt ohne Regeln bringen sollte; Er hat es mit Seinen Gesetzen, den Geboten (Ex 20,2-17; Dtn 5,6-21) begleitet, die, obwohl es sich um Gesetze handelte, immer „Gesetze der Liebe” waren, auch wenn die Liebe des Vaters im Laufe der Geschichte nie vollständig erkannt und nie vollständig verstanden wurde. Trotzdem hat der Vater Sein Volk immer begleitet – bei jedem Aufstieg, gegen jeden Feind – indem Er es geprüft und Sich Selbst ganz hingegeben hat.

Das Volk des Vaters, das Volk, mit dem der Vater Seinen Bund geschlossen hat, hat immer gesiegt. Und in dem Moment, in dem der Vater Seinen Sieg in der Geschichte offenbart hat, wurden alle, die sich angesichts dieses Sieges erhoben haben und ihre eigene Rolle in den Vordergrund stellten, vom Vater immer verworfen (1Sam 15,23).

Das lebendige Wirken des Vaters in der Geschichte dient dazu, die Herzen der Kinder wachsen zu lassen und in den Herzen der Kinder das lebendige Bewusstsein zu stärken, dass sie als Kinder, die folglich eine gerechte, heilige und vom Vater gesegnete Kindschaft ausüben, dem einzigen Vater angehören (Gal 3,16.26-29).

Dies war der Weg, den das Volk Gottes voranbringen sollte, bis diejenigen, die die Herde weiden sollten, dies nicht mehr mit Hingabe und Respekt taten. Anstatt Heiligkeit zu praktizieren, ließen die ungerechten Hirten die Herde in Sklaverei leben.

Der Vater hat in Seiner lebendigen Barmherzigkeit einen Teil von Sich Selbst, Seinen Sohn, geschenkt, der auf die Erde herabgestiegen ist, um unter dem Volk, Seinem Volk, erneut die Freiheit zu bringen (Gal 5,1): ein heiliges Volk, ein von Seinem Herzen gewolltes Volk, das durch die Liebe Seines Person gewordenen Sohnes, die Herzen der Kinder mit Seinem Vaterherz versöhnte, indem Er alle Seine Gesetze hat erneut praktizieren lassen, die sich in der Liebe manifestieren: „Liebt einander (Joh 15,12), um geliebt zu werden; achtet einander, um respektiert zu werden; dient einander und lasst euch nicht dienen (Joh 13,14-15)“.

Doch wieder einmal führt derjenige, der die Herde weiden sollte, die Herde langsam – ja, er hat die Herde bereits geführt – auf einen anderen Weg als den, den der Sohn Gottes vorgezeichnet hat, indem er alle Lehren leben lassen will, die nicht von Gott stammen, die vom katholischen, universellen Gott entfernen; die von Christus, der absoluten Wahrheit, entfernen; die von dem von Jesus geforderten Proselytismus (Mt 28,19-20a; Mk 16,15-16) entfernen; damit alle in der Taufe (Apg 2,38-39; 19,2-6) Kinder und nicht mehr Geschöpfe seien (Jak 1,18; 1Petr 1,23). Die Abtrünnigen von heute wollen die Kinder Gottes und die Männer und Frauen, die von gutem Willen beseelt sind – die Wahrheit zu suchen und zu finden, die sich in Christus offenbart –, dazu verleiten, eine Kindschaft zu leben, die nicht von Gott kommt, und zwar mit dem, der sich „Vater” nennt, nur um alle eine neue weltweite Religionsphilosophie leben zu lassen, die unterschiedslos viele religiöse Ausdrucksformen zusammenfasst, die nicht aus dem Herzen des Vaters stammen und nicht mehr mit dem Herzen des Vaters in Gemeinschaft stehen, wie der Buddhismus, der Hinduismus, der Islam oder das Judentum (Hebr 8,13). Der Vater offenbart sich nur in Christus (Joh 14,11) und im wahren Christentum, in dem Hof der Kirche Christi, der die wahre Religion, die wahre Lehre (vgl. Akt des Magisteriums „Die Lehre“, 21.11.2017) nicht verleugnet hat; die Lehre, die Christus ist und die sich nur in Christus und nicht in anderen religiösen Ausdrucksformen manifestiert.

In diesem Land der Liebe hat die demütige Magd, das demütige Mädchen, das Ewige Mädchen, die Kindschaft erneut mit der lebendigen Vaterschaft versöhnt (vgl. Mal 3,23-24). Und erneut hat sich in Seiner unendlichen Barmherzigkeit der Blick des Vaters (Dtn 26,15-19) auf dieses Mädchen gelegt, um die gesamte Menschheit zu schauen (vgl. Am 9,8), die sich im Herzen Mariens wiederfinden sollte, sich wiederfindet und sich immer wiederfinden wird (Lk 1,46b). Erneut versammelt Teil des Herzens des Vaters, im eingeborenen Sohn des Vaters (Joh 1,14; 3,16; 1Joh 4,9), im lebendigen Wirken des Geistes des auferstandenen Christus (Joh 16,7-8; 13-14), in diesem Land der Liebe das eigene Volk, das Volk Gottes, das die Christenheit wieder als Grundlage der Kindschaft im Dreifaltigen, Wahren und Heiligen Gott zurückbringen wird. Einziger Vater, einziges Wort, einzige Wahrheit (Joh 10,30).

Jedes Kind, das seinen Fuß in dieses Land der Liebe setzt und setzen wird (vgl. Gen 12,1); das sein Herz für das lebendige Wirken des Heiligen Geistes öffnet (Joh 14,16-17; 15,26; vgl. 1Kor 12,4), der vom Vater und vom Sohn ausgeht; das im eingeborenen Sohn Gottes die lebendige Gegenwart des Vaters (Joh 14,10) erkennt, wird in seinem Herzen die lebendige Nähe des Vaters spüren, Seinen lebendigen Dank dafür, dass es das angenommen hat, was in Seinem Herzen enthalten ist, um das Siegel des lebendigen Gottes (Offb 7,2) zu empfangen, der jedes Herz mit der Flamme Seiner lebendigen Liebe erwärmt.

Diese Kirche hat heute dieses Fest einführen wollen, damit jedes gläubige Kind das Herz des Vaters immer besser kennenlernen könne: ein Herz, das lebt, das schlägt, das pocht, so wie lebendig, beständig und pulsierend die Messe des Sohnes, des lebendiges Brotes ist, das vom Himmel herabgekommen ist (Joh 6,51.63) und sich in dieser Kirche von Herz zu Herz, von Geist zu Geist hingibt, damit alle Kinder Gottes und alle Menschen guten Willens die lebendige Nähe Dessen erfahren, der Vater ist, der Gute und Heilige, Barmherzige und Gerechte Vater (Ps 116,5). Ein Vater (1Kor 8,6), der Vater, der nicht unempfindlich gegenüber der Liebe Seiner Kinder ist; der alles aus Liebe erschaffen hat; der alles aus Liebe gegeben hat, aus Liebe zu Seinen Kindern, aus Liebe zu denen, die Ihn als Vater anerkennen (nicht zu denen, die Ihn verachten und Seine Kinder, Seine Kinder, Seine Kinder unterwerfen wollen!). Ein Vater (1Tim 2,5), der Vater, der an diesem Tag der Liebe Seine Arme öffnet, Sein Herz öffnet, jedes Herz umarmt, sich jedem Herzen nähert und sagt: „Kommt, Kinder. Umarmt euren Vater, denn ihr seid treu gewesen und habt eure Treue zu eurem Schatz gemacht (Mt 6,20). Meine Dankbarkeit in Ewigkeit. Nehmt Platz in eurem Haus (Joh 14,2). Der Sohn Gottes wird euch sättigen (Mt 14,20)“. Und so sei es.