13. Juni 2018
Hochfest des Jesuskindes

Evangelium: Johannes, Kap 1, Vv. 1-14
Homilie des Pontifex Samuel

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott“ (Joh 1,1). Dann kam das Licht zu den Menschen, damit es ihre Herzen erleuchten und die lebendige und volle Erkenntnis Gottes (Mt 4,16; Joh 1,9; Joh 12,46) in jedes Herz bringen konnte, damit durch das Licht, den Sohn Gottes, die Menschheit zu ihrer vollständigen und vollkommenen Kindschaft finden konnte (Joh 1,12): jene Kindschaft, die die ganze Menschheit dazu bringen würde, den Namen Gottes zu verkünden.

Die Worte des Prologs des Johannesevangeliums hallen heute an diesem Festtag für diese Kirche und für die gesamte Christenheit wider. Das Jesuskind, das fleischgewordene Wort, ist unter uns herabgestiegen, um uns Sein Licht zu bringen, um uns Seine Liebe zu schenken, um unter Seinem Volk zu wohnen. Wie der Vater es versprochen hatte, hat Er in diesem Land Seine Wohnung genommen, Sein Zelt aufgeschlagen, damit alle den Immanuel, den Gott-mit-uns (Offb 21,3), erleben können, der im Geist lebendig ist (Offb 1,18b; 1Petr 3,18; Röm 8,5-16) und unter Seinen Kindern wandelt (Joh 6,63; 14,19).

Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist“ (Joh 1,2-3). „In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh 1,4). Leben und Licht, Licht und Leben: Das ist es, was der Himmel uns in diesem Land der Liebe geschenkt hat. Als das Göttliche Kind, der das Leben schenkt (1Joh 2,25), vom Himmel herabkam, hat er uns den Geist Christi geschenkt, der das Licht für alle Völker ist (Lk 2,32), damit alle Völker, die das Licht annehmen, Ihm folgen und nach Ihm leben, das Leben in Fülle (Joh 10,10) für die Ewigkeit haben.

Dies ist das Geflecht der Liebe, das der Vater allen Seinen treuen Kindern geschenkt hat, denen, die das vom Himmel herabgekommene Licht angenommen haben. „Das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Joh 1,5). In diesen harten und schwierigen Zeiten hat der Vater erneut Seinen Sohn gesandt, so wie Jesus es angekündigt hatte, indem Er sagte, dass der Menschensohn auf den Wolken zurückkehren würde (Mk 13,26). So ist es geschehen. Seit jenem 13. Juni 1947 begann der Weg, der die Verheißung der Wiederkunft des Menschensohnes erfüllen sollte. Wie Jesus Seinem Mädchen, Maria Giuseppina Norcia, offenbart hat, ist die Rückkehr des Herrn ein Weg, ein Weg, der am 13. Juni 1947 begonnen hat und der sich in seiner Gesamtheit nach der Zeit und dem Willen Gottes, des Allmächtigen Vaters, erfüllen wird, der als Einziger den genauen Zeitpunkt der Erfüllung der Erfüllungen kennt (Mk 13,32).

Wir wissen und bezeugen heute mit Gewissheit der ganzen Welt, dass das Licht in der Welt ist. Und dass sich die Worte des Evangeliums erneut erfüllen. „Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen“ (Joh 1,6-7). Der Geist, der in Johannes war, der Geist des Propheten Elija (Lk 1,17), ist der Geist, der in der Geschichte weiterwirkt. Auch die Frau Gottes hat diesen Geist verkörpert, sie, die „die Synthese aller Patriarchen und Propheten“ ist, wie Jesus sagte. Und die Frau Gottes hat sich zur Verkünderin dieses Ereignisses für die ganze Welt gemacht, um der ganzen Welt zu verkünden, dass sie sich auf die Rückkehr Jesu auf die Erde vorbereiten soll. Aber diese Welt, die in Finsternis gehüllt ist, hat der Verkündigung der Mädchens Gottes nur teilweise Gehör schenken wollen, sie wollte ihre Prophezeiung nicht hören. Die Finsternis hat das Neue Jerusalem nicht aufgenommen: Sie hat es verworfen und abgelehnt.

Viele haben das Licht nicht erkannt und sind in der Dunkelheit geblieben. Heute wie damals hat dieser Teil der Welt, der der Finsternis, der Dunkelheit verfallen ist – die auch und vor allem in dem Haus, das einst allen Christen gehörte, die Oberhand gewonnen hat –, das Licht abgelehnt. Jenes Haus ist zu einer Wohnung von Dämonen geworden (Offb 18,2), in der nicht mehr der wahre Gott, Christus, sondern der Geist des Antichristen gelebt wird, der, obwohl er nicht mehr im Fleisch lebt, in den Herzen und im Geist der falschen Propheten und desjenigen lebt, der wie ein Lamm erscheint, in Wirklichkeit aber ein Ziegenbock ist und wie ein Drache redet (Offb 13,11).

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht“ (Joh 1,9-10), prophezeit der Apostel der Liebe. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11). Das Jesuskind war und ist für viele „der Fremde“. Er kam auf diese Erde, in dieses Tal, zu diesen Menschen, aber Er wurde nur von wenigen aufgenommen. Diejenigen, die ihn als Erste hätten aufnehmen sollen, haben Ihn abgelehnt. Die Fernstehenden sind wie immer in Scharen gekommen und werden weiterhin kommen, um den Vater zu ehren, der Seinen Sohn, das Jesuskind, auf diese Erde, in dieses Land gesandt hat; und diejenigen, die alles verlassen haben, um dem Jesuskind zu folgen. Diesen hat der Vater bereits Seinen Lohn gegeben und wird ihnen ihn immer geben, in der Zeit, die bereits gekommen ist (Lk 18,29-30): Christus, das ewige Leben. „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind“ (Joh 1,12-13), wiedergeboren in Seinem Geist, in Seiner Liebe.

Das Licht schreitet voran, es geht weiter. Einige nehmen es an, andere lehnen es ab und verlieren so ihre Kindschaft im Dreieinigen Gott. Wieder strahlt das Licht. Wieder reinigt das Licht die Herzen. Wieder gießt das Licht den Geist des Vaters aus. Und von diesem Land der Liebe aus beginnt erneut, was im ursprünglichen Gedanken des Vaters war: alle zur Essenz des Lebens, zur Essenz der Heiligkeit zurückzuführen, alle zur Essenz der Vereinigung zwischen Vater und Sohn zurückzuführen, damit man die Kindschaft verstehe: sie erlebe, sie praktiziere, um das Antlitz des Vaters verstehen zu können.

Das ist der Kleine Rest Israels (Jes 4,3; 11,11.16; 37,4.32; Jer 23,3-6; 31,7; 50,20; Ez 20,37; Mi 2,12-13; Sof 3,11-13; Sach 8,3-12; Röm 11,1-10), der von den Propheten angekündigt wurde und sich nun offenbart, damit alle, die die wahre Kindschaft in Christus leben wollen, dies weiterhin auf dieser Insel der Liebe tun können, der Weißen Insel, die die Reinheit des authentischen Glaubens an Christus, den Herrn, den einzigen Erlöser und Messias, bewahren wird (Lk 2,11; Joh 4,25.42; Apg 4,11-12; 1Joh 4,14), im Gegensatz zu einem anderen Haus, das Christus verworfen hat, das Christus vermenschlicht hat, Seine Göttlichkeit verachtet und Christus mit allem Weltlichen vermischt hat, mit anderen sogenannten religiösen Philosophien, die nichts mit dem authentischen christlichen Glauben zu tun haben, wie (das Judentum) der Hinduismus, der Buddhismus und der Islam. Dies ist das Projekt einer neuen Weltreligion, das die Kirche von Rom der ganzen Welt in der Videobotschaft des römischen Papstes offiziell vorgeschlagen hat, die böswillig am 6. Januar 2016, dem Fest der Erscheinung des Herrn – so zumindest für die wahren Christen – dem Fest der Offenbarung Christi, des Sohnes Gottes, an alle Völker, verbreitet wurde. Ein Haus, das kein Zuhause mehr ist, das alle in Schein, Propaganda und einer leeren Freundschaft vereinen will, in der es keine Fruchtbarkeit des Herzens mehr gibt, sondern eine Verödung der Herzen; in der es nicht mehr die Essenz des Geistes gibt, der vereint, sondern die lebendige Essenz des Geistes, der die Herzen spaltet, in einer vergänglichen, leeren, unfruchtbaren Liebe, die keine Früchte trägt, sondern nur Schein.

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14). Die Gnade und die Wahrheit des Sohnes Gottes, der auf dieses Land der Liebe herabgestiegen ist, hat allen, die leben, um den Willen des Vaters zu tun, um das einzige höchste Gut – das Gott ist – zu bewahren, den lebendigen Wunsch geschenkt, für die Verteidigung des authentischen christlichen Glaubens zu kämpfen, bereit zu allem, um dem Herrn, dem einzigen Herrn, dem einzigen Christus treu zu bleiben, bereit, sich selbst zu verleugnen und ihr Leben aus Liebe zu Christus, dem Herrn, hinzugeben, der vom Himmel herabgestiegen ist (Joh 6,33), um allen Seinen Kindern das wahre Leben zu schenken, das Christus ist (Joh 6,35), der König der Könige und Herr der Herren (1Tim 6,15; Offb 17,14; 19-16).

In diesem lebendigen Bewusstsein sind wir alle heute nach dem Vorbild des Mädchens Gottes aufgerufen, unser Herz erneut weit zu öffnen, um Christus aufzunehmen, das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, um alle Völker zu ernähren und in den Herzen all derer zu wohnen, die nach seinem Vorbild „lebendige Wiege“ Seiner Liebe werden wollen, die hier Person ist.

„Kommt, eilt alle herbei: Ein Kind ist für euch herabgestiegen. Zusammen mit den Engeln und Heiligen, vereint mit dem Herzen Mariens, der Braut, Königin und Universellen Mutter, singen wir mit einer Stimme: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen guten Willens (Lk 2,14)‘. In dieser Stadt ist ein Retter geboren, der Christus der Herr ist (Lk 2,11), der vom Himmel in dieses Land der Liebe herabgestiegen ist, um uns das ewige Leben zu schenken. Kommt zum Haus des Herrn. Kommt: Betet den Herrn an. Kommt zum Neuen Jerusalem (Offb 21,2), das für das Zeitalter des Heiligen Geistes vorbereitet ist (Joh 14,26; 16,13), damit jedes Herz, das hier seinen Fuß setzt, gereinigt und geheilt werden kann (Offb 22,2)“. Und so sei es.