21. Januar 2018
Evangelium: Markus, Kap 12, Vv. 41-44
Homilie des Pontifex Samuel
Fest der Geburt von Maria Giuseppa Norcia
Heute, an diesem Tag, befindet sich unsere Kirche im Fest. Wir alle sind in lebendiger Herzensgemeinschaft versammelt, um den Tag der Geburt von Maria Giuseppa Norcia zu feiern, Derjenigen, die dem Geheimnis des Jesuskindes das Leben geschenkt hat, indem sie ihr ganzes Leben für den Schatz Gottes hingegeben hat (vgl. Mk 12,41-44). Kein materieller Schatz, sondern ein spiritueller Schatz (Eph 1,18), der Schatz (Mt 13,44) der Liebe, den Gott in Seiner unendlichen Barmherzigkeit der Menschheit geschenkt hat.
Maria ist Diejenige, die vom Vater berufen wurde, das Jesuskind, das vom Himmel herabgestiegen war, in ihr Herz aufzunehmen, wo nun die „kleine Wiege“ neben einem Olivenbaum, dem Symbol des Friedens, steht. Auch mit diesem Zeichen wollte der Vater uns erneut verständlich machen, dass es nur durch das Öffnen des Herzens, das Aufnehmen des Sohnes Gottes und das Umsetzen Seiner Lehren Frieden gibt und geben kann (Gal 6,16; Eph 2,14; Kol 3,15; 2Petr 1,1-2), den wahren Frieden (Joh 14,27a), den jeder Christ, jeder Mann und jede Frau guten Willens begehren, suchen und erlangen soll (vgl. Mt 5,9), wie sie es im Laufe ihres Lebens getan hat.
Maria hat den Sohn Gottes sofort in ihr Herz aufgenommen. Der lebendige Geist des Sohnes Gottes, der in ihr Herz eingegangen ist, hat dafür gesorgt, dass jenes Frauenherz die Liebe zu Jesus, zu Seinen Lehren, zu den Geboten des Vaters in die Herzen vieler Menschen weitergeben konnte (1Kor 2,11b-12). Dank des Herzens dieser Frau haben viele wieder die Freude und den Wunsch verspürt, ein gesundes Christentum zu leben, und sind dank des lebendigen Wirkens des Geistes (vgl. Joh 3,5-8), den der Vater in dieses Land der Liebe gesandt hat, um Seine lebendige Gegenwart in dieser Menschheit zu offenbaren, zu neuem Leben von Oben wiedergeboren.
Im Leben dieses Mädchens Gottes war nichts einfach. Auf ihrem irdischen Weg hat sie die Lehren Jesu, Seine Worte, verkörpert und in die Praxis umgesetzt (Mt 7,24; Lk 6,47; Joh 13,17; Lev 18,4-5; 22,31; 19,37; 20,8; Dtn 5,1; Jer 11,6; Ez 20,19; 36,26); Sie hat ihr Kreuz auf sich genommen, um dem Sohn Gottes nachzufolgen (Mt 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23), damit die Liebe des Herrn in den Herzen vieler Menschen Frucht, Frucht, Frucht (Joh 15,5) und nicht Schein bringe. Das sagte Jesus zu ihrem Herzen, und das hat sie uns mit ihrem Leben von Herz zu Herz vermittelt.
Mit lebendiger Intensität, mit brennender Spiritualität und mit tiefem Opfer ist sie ihrer Mission nachgekommen, indem sie Lasten und Demütigungen auf sich genommen hat, um das Kreuz so vieler zu erleichtern (vgl. Gal 6,14). Das war ihre Mission, die sie aus Liebe zu ihrem Herrn angenommen und gelebt hat. „Mach aus mir, was Dir gefällt. Dein Wille geschehe„. Das war ihr demütiges und lebendiges Gebet, das sie allen weitergab, damit viele, indem sie sich ihrer eigenen Menschlichkeit entledigten, den Herrn lieben konnten, und sich dabei mit der Göttlichkeit des Erlösers bekleiden ließen, der vom Himmel herabgestiegen und in ihr Herz eingetreten war, um weitergegeben und in den Herzen vieler aufgenommen zu werden.
Der Vater hat ihrem Herzen alles offenbart. Alles. Zur rechten Zeit hat sich alles erfüllt und alles wird sich erfüllen. Viele sind und waren es, die ihr Leben, ihre Mission, die Verwirklichung des Neuen Jerusalem (Offb 3,12b), das der Vater ihr offenbart hatte, nicht akzeptiert haben. Viele waren die Angriffe und Demütigungen, die ihr Herz erlitten hat, von innen und von außen, vor allem von denen verübt, die jetzt das Gegenteil glauben machen wollen, indem sie sagen, dass es früher so war und jetzt anders ist.
Um die Gegenwart in Frage zu stellen, muss man an die Vergangenheit nicht glauben und an die Zukunft nicht glauben wollen. Entweder alles oder nichts. Es ist jetzt zu bequem, für eigene Zwecke zu versuchen, Trennungen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu schaffen. Gottes Heilsplan ist einer und einzigartig. Alles hat begonnen, damit alles vollendet werde. Ich bin lebender Zeuge dessen, was der Vater ihr offenbart hat. Alles war in ihrem Herzen. Und alles hat sie meinem Herzen anvertraut, damit alles, was begonnen hat, vollendet werde.
Dafür ist diese Kirche entstanden: um den Plan der Liebe und Erlösung zu vollenden, den der Vater gewollt hat (Jes 9,5-6; Röm 8,21; Offb 21,1), der Seinen Blick auf diese demütige Magd gerichtet hat, arm für die Welt, aber reich an allem, was Gott gehört (Mt 5,3): reich an Seiner Liebe, reich an Glauben, um der ganzen Welt zu verkünden, was im Herzen des Vaters war.
Der Vater wollte diese Wiege der Liebe, um der Welt die „Weiße Insel“ zu verkünden, um die Reinheit des Glaubens zu bewahren, die in der Welt immer mehr verloren gehen würde; die „Lichtsäule“, um das Licht Christi (Joh 1,9) einer Welt zu vermitteln, die es immer mehr verlieren würde (Joh 1,5): „einziges Leuchtfeuer der Erkenntnis der Liebe Gottes“, sagte Jesus zu ihr; die „Burg der Seelen“, wo die Gemeinschaft zwischen Himmel und Erde lebendig ist; das „Zentrum der unendlichen Barmherzigkeit“ Gottes, in dem der Vater allen, die mit wahrer Reue und aufrichtigem Herzen darum bitten, Seine Vergebung schenkt; das „Neue Jerusalem“, prophezeit und verkündet in der Heiligen Schrift (Offb 21,1-3; Jes 60; 62; 65,17-22), in dem der Göttliche Geist wohnt, der vom Vater gesandt wurde, um Seinen Bund mit Seinen treuen Kindern wiederherzustellen und endgültig zu errichten (Jes 66,18b-22), und zwar mit jenem „Kleinen Rest“ (Jes 4,3; 10,20-23; Mi 4,7), der angekündigt wurde, um der Welt den Frieden zu schenken, den wahren Frieden, der nur durch den Glauben und das Leben in Christus, mit Christus und durch Christus verwirklicht werden kann.
Trotz der Anschuldigungen und Verleumdungen führte sie ihre Mission fort und vertraute auf die Liebe des Vaters, um täglich Seine Kraft zu empfangen. Maria fuhr mit Aufopferung und Willenskraft fort, um in voller Freiheit, aber mit tiefer und vollkommener Treue zu ihrem Herrn das weiterzuführen, was der Vater ihr offenbart und anvertraut hatte. Es gab viele Anschuldigungen, Verachtung und Bemerkungen, die vor allem aus einem Haus kamen, das schon damals in Trümmern lag, aber seit dem 13. März 2013 endgültig die Freundschaft mit dem Vater verloren hat (vgl. Mt 24,15; Mk 13,14), um eine „neue Kirche“ ins Leben zu rufen, die vom wahren christlichen Glauben abgefallen ist, um alle in ein neues „gemeinsames Haus“ zu führen, das nicht mehr auf der Lehre, die Christus ist, basiert, sondern auf einem neuen Humanismus, der Ihn erneut verworfen hat.
Maria hat das einzige Wort beachten wollen: das Wort, das der Vater gesprochen hatte, der sie gebeten hatte, Ihm bei dieser großen Mission der Rettung der Menschheit zu helfen. Ihre Antwort war ohne Zögern, ohne „Wenn“ und ohne „Aber“: „Ja, Vater“.
Das ist, was sie ihr ganzes Leben lang getan hat, indem sie immer ihr „Ja“ zum Willen des Vaters verkündete. So tat sie es am 15. Mai 1974, als sie ihr „Ja“ zu Jesus sprach, der ihr zusammen mit der Heiligen Jungfrau und dem Heiligen Erzengel Michael den Plan der Liebe des Vaters offenbarte. So tat sie es am 5. Juli 2008, als der Vater sie zu Sich rief, nach dreiunddreißig Jahren, die sie ihrer irdischen Mission gewidmet hatte.
Aus der Hingabe ihres Lebens entstand diese Mutter Kirche, die der Vater gewollt hat, um das zu vollenden, was sie begonnen hatte. Das ist das Geschenk, das es verdient, respektiert zu werden. Das ist es, was diese Kirche fordert und immer fordern wird, um das in die Praxis umzusetzen, was der Vater immer gelehrt hat und weiterhin lehren wird (Ps 119,2.31.36.79.83.95.99.111.119.125.144.146.167.168). Diese Kirche wird immer Respekt für ihren Glauben und ihr Handeln fordern und dabei die individuelle Freiheit zu glauben oder nicht zu glauben lebendig halten. Aber angesichts der Anschuldigungen, der Verleumdungen werden die Mutter Kirche und ihre Kinder voranschreiten, nach dem Vorbild Derjenigen, die angesichts der Anschuldigungen und Verleumdungen ihre Mission mit lebendigem Willen und lebendigem Gehorsam gegenüber dem Vater vollendet hat, der durch das Leben Seiner demütigen Magd der Welt das Neue Jerusalem offenbart hat, die Erfüllung der Prophezeiungen und der Heiligen Schrift.
Das Mädchen Gottes hat in seinem Leben die schönsten Tugenden Marias verkörpert. Es hat gelehrt, treu zu sein (vgl. Lk 16,10a), um Gott niemals zu verraten und niemals die empfangene Berufung zu verraten. Es hat Demut gegen Hochmut gelehrt (Phil 2,3; 1Petr 3,8; 5,5b; Jak 4,10). Wer in der Welt groß sein will, der ist nicht geeignet, im Weinberg des Vaters zu arbeiten (Mt 20,25-28; Mk 10,42-45). Wer in der Welt klein sein will, noch kleiner vor Gott, der wird im Weinberg des Vaters „Kind“ genannt (Joh 1,12; 1Joh 3,1); und ihm wird der Platz gegeben werden, den er verdient (Mt 18,3; 19,14; Mk 10,14; Lk 18,16). Wer sich nicht klein macht, nicht als Kleiner lebt, der ist nicht geeignet, Christus zu bezeugen.
Mit Vertrauen, dem Beispiel dieser demütigen Magd folgend, die sich aus Liebe zu Gott ganz hingegeben hat, vertrauen wir alle unsere Gefühle dem Unbefleckten Herzen Mariens an, auf dass sie uns unter ihrem Mantel vor allen Widrigkeiten schütze und uns alle Gnaden erwirke, körperliche und spirituelle, und auf dass sie auch dem Sohn Gottes erlaube, Seinen Arm auszustrecken, um den Gerechten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und die Kinder der Gesetzwidrigkeit in ihrem wahren Wesen zu entlarven (Jes 30,30; Lk 1,51).
Dieser Festtag sei für uns alle ein neuer Ansporn, damit der Tag der Geburt des demütigen Mädchens Gottes für viele eine neue Wiedergeburt (vgl. Joh 3,7-11) sei, indem man täglich sein „Ja“ erneuert, sein „Ja“ zum Willen des Vaters (vgl. Lk 1,38a), um die empfangene Berufung weiter zu verfolgen und alles mit Liebe, aus Liebe und in Liebe zu vollbringen (Jes 62,1; Röm 13,10; Phil 1,8), die die Kinder Gottes für Diejenige empfinden, die sich aus Liebe zu ihrem Herrn ganz hingegeben hat (Joh 13,35; Röm 8,35; 1Kor 16,24; Eph 6,24). Und so sei es.