1. Januar 2018

Evangelium: Lukas, Kap 2, Vv. 16-21
Homilie des Pontifex Samuel

Fest der Gottesmutter Maria

An diesem Festtag, an dem, wie im Abschnitt aus dem Lukasevangelium verkündet, die Mutter Gottes (Lk 2,21), Maria, im Mittelpunkt steht, will ich allen die lebendige Nähe dieser Kirche vermitteln, damit jedes Kind in seinem Herzen die lebendige Gegenwart des Vaters spüre, der in dieser Kirche Seine lebendige Zugehörigkeit und Seine lebendige Vaterschaft offenbart.

An diesem Neuanfang wollen wir erneut unser Herz als Kinder dem Herzen des Vaters und dem Unbefleckten Herzen Mariens, der Mutter Gottes, weihen, die wir an diesem Tag in besonderer Weise ehren möchten. Wenn wir uns dem Herzen des Vaters anvertrauen, werden wir Seine väterliche Fürsorge spüren, die unsere Wunden heilt und unsere Seele pflegt, um sie rein und heilig zu machen, so wie das Unbefleckte Herz Mariens rein und heilig ist, die Allschöne, die Allreine und Allheilige, die sich dem Willen des Vaters anvertraut hat, Gnade vor Seinem Herzen gefunden hat (Lk 1,30) und zu Seiner Würde erhoben wurde, indem sie Seine Mutter (Lk 1,43), Mutter des Allerhöchsten, Mutter des Erlösers wurde. Maria ist das Vorbild für jeden von uns (vgl. Lk 1,49). Maria ist die Mutter, die jedes Kind dieser Kirche, das eine Ikone Marias sein will, beschützt und leitet.

Maria, Mutter Kirche (Joh 19,27), Neues Jerusalem (Offb 21,2), ist die vom Vater gewollte Kirche, ist die große Familie, die berufen ist, jedem Kind Gottes (1Joh 3,1) die Würde zurückzugeben, ein lebendiger und aktiver Teil dieses mystischen Leibes (1Kor 12,27) zu sein, wo jeder im lebendigen Gebet und in wahrer Brüderlichkeit Seinen Willen bekundet, ein lebendiges und aktives Mitglied sein zu wollen (Röm 12,5-5); nicht passiv, nicht schlafend (Eph 5,14): lebendig, lebendig, lebendig.

Jedes Kind, jeder Gläubige dieser Mutter Kirche soll nach dem Vorbild der Mutter Gottes (Lk 1,38a) die eigene Berufung mit tiefem Gefühl der Liebe leben, um den Geist zu offenbaren, der durch diese Kirche die lebendige Gegenwart des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes wieder in den Mittelpunkt des Lebens jedes Christen und jedes Mannes und jeder Frau guten Willens rücken will (Mt 28,19), um dem Leben wieder einen Sinn zu geben und all jenen neue Kraft zu schenken, die neu beginnen und die lebendige Liebe des Vaters (Jud 1) und die lebendige Liebe Marias, der Mutter (Mt 2,11), in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen wollen; Maria, die vom Vater berufen wurde, der Heiligen Familie das Leben zu schenken (Lk 1,27-33), wie wir gestern in Erinnerung gerufen haben: jene Heilige Familie, die der Welt ihre Frucht der Liebe geschenkt hat, damit man im Herzen erneuert und im Geist gestärkt werde.

Dies ist der Lebenssaft, der aus dem Herzen des Vaters kommt und den diese Mutter Kirche der Menschheit durch das Herz des Sohnes Gottes schenken will, Der, in Maria eingepfropft, der Welt den Glanz und die Schönheit des authentischen Christentums zurückgibt, damit das Heil weder als Geschenk noch als fernes und unerreichbares Ziel (Gal 3,5) angesehen werde, sondern gesehen (Lk 2,30; 3,6) und geliebt werde, nah sei (Lk 1,77), in Reichweite all derer, die mit Herz und Willen den lebendigen Segen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes erleben und empfangen wollen (Apg 13,47). Den Segen, der in diesem Neuanfang all jene empfängt, die sich mit aufrichtigem Herzen – und in der Nachfolge des Beispiels Marias, der treuen Magd (Lk 1,38) – vor dem Herzen des Vaters verneigen, um Seinen Willen (Mt 6,10) im Alltag vollständig zu erfüllen.

Der Segen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes kommt und trägt Früchte in jedem Herzen, in dem echte Reue ist, um neues Leben entstehen zu lassen (Joh 3,7). Der Segen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes kommt und trägt Früchte in allen, die sich danach sehnen, den Weg zu beschreiten, der zum Verständnis der Wahrheit führt (2Joh 4), um erlöst und gereinigt zu werden und den lebendigen und heiligen Elan zu empfangen, der jedes Kind und jeden Mann und jede Frau guten Willens dazu bringt, die ganze Wahrheit zu verstehen (Joh 16,13).

Das ist die Einladung, die heute von dieser Mutter Kirche aus in die Herzen aller Kinder Gottes und in die Herzen derer gelangen will, die auf der Suche nach der Wahrheit sind. „Vertraut euch der Fürsorge des Vaters (Mt 8,7) und der Mutter an. Öffnet euer Herz, um den Willen des Vaters anzunehmen (Joh 6,38; Eph 5,17), und setzt euer ganzes Vertrauen in Die, die Mutter ist. Vertraut euer Herz der Liebe Marias an. Legt es in ihre Hände als fürsorgliche Mutter: Ihr werdet es warm und heilig wiederfinden, um bereit zu sein, mit eurem Leben die lebendige Vaterschaft Dessen zu bezeugen, der Vater ist, der helfen will, zu wachsen, zu teilen und brüderlich zu sein, um das Gebet und die Brüderlichkeit (Hebr 13,1) in den Mittelpunkt des Alltags zu stellen; die Brüderlichkeit, die zu wahren Brüdern und wahren Christen macht, um alle den Bund der Liebe (Gen 6,18; 9,12) wiederentdecken zu lassen, der das Herz des Vaters mit den Herzen der Kinder verbindet, die sich der mütterlichen Fürsorge dieser Mutter Kirche anvertraut haben, mit der der Vater einen unauflöslichen (vgl. Gen 17,19b), unergründlichen, aber für das Herz verständlichen Bund geschlossen hat (Jer 31,31-33), je mehr man sich Seinem Willen hingibt.

Rufen wir Maria, die Mutter Gottes, an, damit der Vater Seine Hand über diese Kirche ausstrecke, um sie zu beschützen und vor jeder Gefahr zu bewahren (Jdt 9,14) und mit Seiner Macht, Seiner Kraft jeden bösen Geist und jeden Feind Christi zu vernichten (Offb 11,18).

Rufen wir Maria, die Mutter Gottes, an, damit der Vater Seine Hand über diese Kirche, über jedes Seiner Kinder und über alle, die sie mit tiefer Verehrung leben, ausstrecke, um zu heilen (Hos 7,1) und zu beschützen, zu reinigen und zu heiligen (Mal 3,1-3).

Rufen wir Maria, die Mutter Gottes, an, damit der Vater Seine Hand ausstrecke, um zu segnen und dort, wo Aufrichtigkeit des Herzens ist (Ps 51,8), jede Schuld und jede Sünde (Ps 51,4) auszulöschen, das Herz zu reinigen, die Seele zu läutern und den Geist klar und transparent zu machen, bereit, die Wahrheit anzunehmen und die Geheimnisse Gottes zu verstehen, die dazu führen, den Allmächtigen zu betrachten (Offb 4,8), Den, der lebt und herrscht in alle Ewigkeit (Offb 4,9).

Vereinen wir unsere Herzen in Maria, der Heiligen Mutter, und danken wir ihr, danken wir ihr erneut dafür, dass sie uns ihre Frucht, die vom Heiligen Geist gezeugt wurde (Lk 1,35), geschenkt hat; und dafür, dass sie diese Frucht in die Herzen aller Menschen gebracht hat, die von gutem Willen beseelt sind. Maria, das Mädchen Gottes (Lk 1,27b), die Ewige Jungfrau, die Unbefleckte, die Schönste Braut, die Heilige Blume für die Menschheit, die universelle Mutter Gottes, die in den Himmel Aufgenommene, die Miterlöserin, die Königin der Engel und Heiligen, die Braut des Allerhöchsten; die Kirche, die Mutter Kirche, die die Kinder aufnimmt und sie mit mütterlicher, heiliger, reiner Liebe nährt, die in ihrer Essenz und Substanz, in ihrer Wesentlichkeit alle authentisch und wahrhaftig sein lässt: wahre Menschen und authentische Christen.

Das ist die Botschaft des guten Willens, die diese Kirche zu diesem Neuanfang all jenen schenken will, die die Gottheit kennenlernen, wiedererkennen wollen (Apg 17,23b-31).

Von diesem Heiligen Berg (Zach 8,3; Jes 56,7a; 65,25; Ps 15,1; Ps 43,3; Gal 4,17) strahlt heute das Licht, das die Finsternis erhellt (Joh 1,9), um Frieden, Liebe, Freude und Aufrichtigkeit erneut zu schenken, damit diese Menschheit in Maria den Weg wiederfinde, die Wahrheit entdecke und dafür das Ewige Leben empfange (Joh 14,6). Möge dieser Wunsch das Herz aller Kinder, aller Männer und Frauen guten Willens erreichen, die mit Kraft, Sanftmut, Einfalt und Demut heilig und Anbeter der Wahrheit werden wollen (Joh 4,23), damit jeder, der diese Botschaft der Liebe hört, seine Augen zum Himmel erheben und Maria, den Stern (Mt 2,9b-11a), betrachten kann, der alle dazu bringen wird, den Retter (Lk 2,11), den einzigen Retter (Apg 5,31), zu betrachten: Christus, der vom Himmel herabgestiegen ist, um alle Völker (Mk 11,17; Jes 2,2; 56,7; 66,18b; Tob 14,6a; Offb 15,4c) unter einem einzigen Hirten (Ez 37,24) zu vereinen. Und so sei es.