25. Dezember 2018
Hochfest der Geburt Unseres Herrn Jesus Christus

Evangelium: Johannes, Kap 1, Vv. 1-18
Homilie des Pontifex Samuel

Die Geburt Christi markiert den Beginn
des christlichen Aufschwungs

„Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,9.11-12a).

Die Worte, die wir heute im Evangelium gehört haben (Joh 1,1-18), erwärmen unser Herz, um uns neue Kraft und neue Energie zu schenken. Hier ist das Licht, das die Finsternis vertreibt (Joh 8,12). Hier ist das Licht, das die Herzen all derer erleuchtet, die in Christus, durch Christus und mit Christus leben und glauben, um den reinen Glauben zu erkennen und zu leben. Nichts vermag die Finsternis gegen das Licht, Christus, das Licht für alle Völker (Lk 2,30-32), den der Vater erneut auf diese Erde gesandt hat, in diese Seine Wohnstätte, damit der Sohn, der vom Himmel herabgestiegen ist, erneut in den Herzen all derer wohne, die Ihn erkennen, lieben und erwarten würden.

Das ist das Warten der Kinder Gottes, dieses angekündigte, verkündete und Wirklichkeit gewordene Warten (Tit 2,13). In diesem Winkel des Paradieses, verloren für die Welt, fern von anderen Realitäten, fern von der Realität einer alten Religion, ist der Sohn Gottes erneut herabgestiegen, um Sein Volk zu versammeln.

Das ist das Warten, das neue Warten für die neuen Christen, für diejenigen, die sich von der Liebe eines Vaters reinigen und erneuern ließen, der uns hier Sein Herz geschenkt hat, indem Er Sich Selbst, Seine Liebe, ganz und gar hingegeben hat. Der Vater hat Sein Lächeln in das Herz eines Mädchens eingeprägt, Maria Giuseppina Norcia, die ihr Herz geöffnet hat, ein reines, schönes, klares Herz, um das Jesuskind aufzunehmen, erneut aufzunehmen, es in ihrem kleinen Herzen zu bewahren und es all denen zu schenken, die im Laufe der Zeit der Vater, der Geist des Vaters in dieses Land der Liebe gesandt hat, damit ihre gereinigten und erneuerten Herzen zur lebendigen Wiege des Jesuskindes werden können, um es aufzunehmen und in ihnen wohnen lassen zu können, damit sie im Geist wiedergeboren werden können, der von Oben herabgestiegen ist und in diesem Land Wohnung genommen hat.

Das ist das Weihnachtsfest der Kinder Gottes. Das ist das Weihnachtsfest all derer, die hier den Wert wiederentdeckt haben, Kinder dieses Guten und Heiligen Vaters zu sein (1Joh 3,1). „Kinder“ sind diejenigen, die sich im Namen Christi taufen lassen und Christus als das einzige höchste Gut leben wollen, indem sie Seinen Lehren, Seinem Wort folgen, um Seine Wahrheit zu hören. „Kinder“ sind diejenigen, die das Jesuskind aufgenommen haben, die Jesus lieben und Ihn erleben wollen, die mit Seinem Herzen vereint leben wollen. Wer das Jesuskind nicht aufgenommen hat, wer sich nicht in Seinem Namen taufen lässt, der ist kein „Kind“. Das sagt uns das Evangelium des Johannes, das wir heute gehört haben, ganz klar. „Kind“ ist derjenige, der Christus (Joh 1,12), das Licht, das vom Himmel herabgekommen ist (Joh 1,9), annimmt. Die anderen Menschen bleiben „Geschöpfe“, aber sie sind keine „Kinder“. Denn der Vater hat Seinen Sohn gesandt, damit alle Ihn annehmen und als Gott anerkennen. Das war und ist im Herzen des Vaters, das ist Sein Wille. Hört nicht auf die Lehren eines anderen Hauses, das jetzt lehrt, dass alle gleichermaßen „Kinder“ Gottes sind, auch diejenigen, die nicht an Jesus glauben. Warum ist dann das Jesuskind herabgekommen? Warum wurde das Jesuskind geboren, wenn alles so bleiben konnte, wie es vorher war? Die Wahrheit des Vaters ist nicht die, die jetzt andere erzählen. Die Wahrheit des Vaters ist eine und nur eine. Und sie ist die, die im Evangelium geschrieben steht.

Es gibt nur eine Wahrheit. Und die Wahrheit muss verteidigt, geliebt und verkündet werden. Wer die Wahrheit liebt, der ist bereit, sein Leben zu geben, um sie in Christus wiederzufinden (Lk 17,33), wie es Johannes der Täufer damals getan hat und wie es dieses Mädchen in dieser Zeit getan hat. Das ist die Kohärenz, die Loyalität und die Rechtschaffenheit, die dieses Haus immer zeigen wird, um alle dazu zu bringen, die einzige Wahrheit zu verstehen, die im Herzen des Vaters entsteht, die der Vater in diesem lebendigen Tabernakel hier, in diesem Land der Liebe, hat hinterlegen wollen.

Heute, an diesem Heiligen Weihnachtsfest, als Mitternacht läutete, habe ich als Pontifex dieser Kirche einen neuen Lehrakt veröffentlichen wollen, um allen Christen und allen Menschen guten Willens verständlich zu machen, dass die Wahrheit des Evangeliums, die Wahrheit Jesu, unverändert bleiben soll. Und dieser Akt des Magisteriums mit dem Titel „Vater Unser“ handelt genau von dem Gebet, das Jesus, der Sohn Gottes, uns hinterlassen, uns geschenkt hat (Mt 6,9-13). Und das von niemandem geändert werden kann und darf, nicht einmal von einem Papst, denn es ist das Wort Gottes. Und das Wort Gottes darf nicht geändert werden, sondern muss verstanden, meditiert, angenommen, geliebt und verinnerlicht werden. Wer will, der lese dieses Dokument, das in einfachen Worten geschrieben ist und das wir allen in aller Demut anbieten, aber mit heiliger Entschlossenheit verteidigen werden, denn die Wahrheit Jesu muss verteidigt und bekannt gemacht werden. Dann steht es jedem frei, sie anzunehmen oder nicht. Aber sie soll gesagt, verkündet werden; sie darf nicht verwässert und vermischt werden.

In der heutigen Zeit wird die Wahrheit vom Menschen nicht mehr anerkannt, weil sie nicht mehr als absolut, sondern als relativ angesehen wird. Dies wird mittlerweile überall gelehrt, sogar an dem Ort, der einst als Zentrum für alle Christen galt. Der Mensch hat den göttlichen Abdruck verloren, den das Jesuskind bei Seiner Geburt in die Welt gebracht hatte. Viele sind dazu übergegangen, wie Tiere zu leben und folgen nur noch ihrem Instinkt, ihrem eigenen Gesetz, um sich ihre eigene Wahrheit zu schaffen. Dadurch hat man die Wahrheit aus den Augen verloren, die vom Himmel kommt, die der Vater mit dem ersten Kommen Seines Sohnes in die Welt gesandt hat.

An jenem ersten Weihnachtsfest hatte der Vater einen Teil Seines Herzens, Seinen Sohn Jesus, gesandt, um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen (Apg 13,38; Kol 1,13-14) und allen das Kommen des Sohnes Gottes auf die Erde, des angekündigten und lang ersehnten Königs, verständlich zu machen. Die kleinen, reinen und heiligen Herzen haben das Göttliche Kind, den Sohn, Gott, aufgenommen. Sie haben die alte Tradition, alles, was vergangen war, hinter sich gelassen, um bereitwillig alles anzunehmen, was jenes Herz des Kindes, des Meisters und Gottes, ihnen schenkte, das es wiederum vom Vater empfangen hatte, weil es Teil des Herzens des Vaters war. Auch diejenigen, die am meisten Widerstand leisteten, aber es schafften, über sich selbst, über ihre Fehler, über ihre Sünden zu weinen, erneuerten sich in der Liebe, die jenes göttliche Kind, der Sohn Gottes, allen schenkte.

Dann wurde alles nach und nach wieder verdorben. Viele haben das Licht, das das Leben schenkt (Joh 1,4), verkauft und ihre eigenen Interessen dem Willen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vorgezogen, jenem Geist, der die Kirche Christi, des Königs der Könige und Herrn der Herren (Offb 19,16), begleitete. Täglich hätten viele ihr Haupt neigen müssen, um auf die Stimme des Geistes zu hören, der die Kirche gegen jeden Sturm und gegen jede Philosophie, die dem Wohlwollen des Christentums entgegenstand, leitete. Aber all dies wurde verkauft, und denen, die nicht an die Heiligkeit der Kirche Christi glaubten, wurde Anlass gegeben, sich als Lehrer aufzuspielen und mit einem Schlag das Opfer des Sohnes Gottes und das Opfer so vieler Märtyrer, die ihr Leben hingaben, damit alle das Leben haben könnten, auszulöschen.

Hier kommt nun das Eingreifen des Vaters in die Geschichte. So sendet der Vater erneut einen Teil Seines Herzens in die Welt, um der Welt Seine lebendige Gegenwart zu zeigen. Hier ist das Neue Jerusalem (Offb 21,2), vom Vater gewollt, geleitet vom lebendigen Wirken des Heiligen Geistes, der in dieser Zeit in die Herzen all jener kleinen Seelen weht, die sich danach sehnen, die Wahrheit zu erkennen, damit der Wille des Vaters in diesem Land erfüllt werde, der darin besteht, zu heilen, zu lieben, zu Seinem Herzen zu vereinen, das Leben zu schenken (Joh 3,15-16), damit der Glaube an Christus, den König der Könige und Herrn der Herren (Offb 14,19), jetzt mehr denn je leuchte und gesehen, geliebt und respektiert werde. Und damit Loyalität, Rechtschaffenheit, Kohärenz und vor allem Brüderlichkeit wieder zum Mittelpunkt des Lebens aller werde, sodass alle zuerst wahre Menschen und somit wahre Christen seien und sich als solche zeigen können.

Nur wenn wir das Wirken des Vaters in der Geschichte annehmen, können wir die wahre Bedeutung von Weihnachten verstehen, und nur so können wir jetzt das wahre Weihnachten verstehen: von Oben wiedergeboren werden (Joh 3,7) und sich vom lebendigen Wirken des Heiligen Geistes reinigen lassen. Weihnachten ist kein Ereignis, an das man sich erinnert, sondern Weihnachten ist ein Ereignis, das man lebt, erlebt, das einen im Innersten erneuert. Wer heute, am 25. Dezember 2018, dieses heilige Weihnachtsfest erleben und sich von dem, was der Vater uns geschenkt hat, verwundern und beeindrucken lassen will, der muss sein Herz vom Göttlichen Kind reinigen lassen, das heute geboren wird, um heute die Herzen vieler Menschen wiedergeboren werden zu lassen, die Christen sein und bleiben wollen. Das ist die wahre Bedeutung von Weihnachten. Das ist es, was wir erleben sollen, wenn wir heute Weihnachten leben, es verwirklichen und zu unserem eigenen Fest machen wollen, um die Freude von Weihnachten erleben zu können.

An diesem Weihnachtstag möchte ich meine Gedanken besonders all denen widmen, die leiden, all denen, die allein sind, aber ganz besonders all denen, die Opfer des Missbrauchs durch diejenigen geworden sind, die im Namen Gottes sie und ihren guten Glauben missbraucht haben. All diesen Kleinen möchte ich heute an diesem Weihnachtsfest meine und unsere Gedanken als Kirche besonders widmen.

Euch Kleinen, die ihr leidet und gelitten habt wegen derer, die im Namen Gottes zu euch gekommen sind, gekleidet wie Lämmer, getarnt als Lämmer, aber in Wirklichkeit reißende Wölfe (Mt 7,15; Apg 20,29), euch allen sage ich: „Diese Kirche nimmt euch auf, liebt euch, damit ihr die Erleichterung kosten und erleben könnt, die Gott eurem Herzen schenken will: Seinen Balsam der Liebe, um jede Wunde zu lindern, damit jede Narbe und jede Träne aus eurem Herzen getilgt werden kann. Ihr Märtyrer dieser Zeit habt und werdet immer einen Platz im Herzen des Vaters haben, hier in dieser Mutter Kirche, die euch niemals ausnutzen wird, damit ihr hier, in diesem Zentrum der Göttlichen Barmherzigkeit Gottes, schon jetzt die Güte des Reiches Gottes (Lk 1,78) leben und erfahren könnt, die hier, in diesem Land der Liebe, lebendig und heilig ist; und heilig wird sie für alle sein, die um Hilfe, Zuflucht und Schutz bitten werden.

Dieses Haus steht allen offen, die, beseelt von gutem Willen, von Oben wiedergeboren werden und mit dem einzigen Licht bekleidet werden wollen, das rettet, das reinigt, das die Herzen mit dem Herzen des Vaters verbindet, der brennenden Flamme des Lebens. „Kommt in diese zweite und letzte Grotte, die der Vater in Seiner unendlichen Barmherzigkeit dieser Menschheit hat schenken wollen. Kommt, eilt herbei, um Weihnachten zu erleben, das Jesuskind wartet auf euch und wird euch in Sein Kinderherz aufnehmen, um euch alle zum Herzen des Vaters zu führen, damit ihr im Antlitz des Gottkindes das Antlitz des Vaters betrachten könnt“.

Von diesem Land aus ist der christliche Aufschwung ausgegangen. Von diesem Weihnachtsfest aus wird der Aufschwung der Christen noch stärker ausgehen. Dieser Aufschwung trägt und wird Früchte tragen, denn die unvergängliche und ewige Kirche Christi (Mt 16,18) schenkt und wird das Leben allen schenken, die es mit aufrichtigem Herzen erbitten (Joh 3,36a; 6,47). In diesem Land der Liebe offenbart sich die lebendige Gegenwart des Vaters immer mehr und wird sich zeigen, um jedem Kind dieser Mutter Kirche und jedem Mann und jeder Frau, die von gutem Willen beseelt sind, Kraft, Stärke und Mut zu geben.

Das ist mein Wunsch, den ich heute an alle richte, die zuhören und zuhören werden, die kommen und kommen werden, um den König der Könige und den Herrn der Herren (Offb 19,16) anzubeten, das Göttliche Kind, das mit Seinem Göttlichen Zepter (Offb 12,5) Seine Herde wieder weiden wird (Ez 34,23; Mi 5,3) das neue Israel weiden wird, um alle unter dem einzigen Hirten (Ez 37,24) zu versammeln, der Christus ist: der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Und so sei es.