226. November 2024

Evangelium: Matthäus, Kap 25, Vv. 31-46
Homilie des Pontifex Samuel

Christkönigsfest

Das Matthäusevangelium begleitet uns in diesem liturgischen Jahr unserer Kirche, um das Wort Jesu zu vertiefen und zu meditieren. Der heute verkündete Abschnitt aus dem Evangelium (Mt 25,31-46) lässt uns über Christus nachdenken, den wahren Menschen und wahren Gott (Joh 3,13; 1Joh 5,20), den König der Könige und Herrn der Herren (Offb 17,14; 19,16), der uns in Seiner unendlichen Barmherzigkeit richten wird (Sir 16,12-13). Er wird alle richten: Kinder und Geschöpfe, Freie und Sklaven, diejenigen, die von gutem Willen beseelt sind, und diejenigen, die es nicht sind, und Er wird den Glauben und die Werke aller Völker richten (Sir 24,21; Jes 3,8; Jer 25,14; Ez 7,3.8; Mt 5,16; Joh 3,19-2), um diejenigen zu retten, die an Christus glauben (Joh 6,28-29; Röm 3,25-26) und Seine Werke tun (Röm 2,5-11; Jak 2,14-26).

Jesus ist gütig, aber auch gerecht (Ps 116,5). Er richtet die Völker und scheidet sie voneinander, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet (Mt 25,32). Jesus ist also der Gute Hirt (Joh 10,11.14), aber auch der Höchste Richter (vgl. Apg 10,42; Röm 2,6; 1Kor 4,4; 2Tim 4,1.8; Hebr 12,23). Diejenigen, die zu Seiner Rechten stehen, sind die „Gerechten”, die „vom Vater Gesegneten” (Mt 25,34), während diejenigen, die zu Seiner Linken stehen, von Jesus entfernt werden („weg von Mir”), als „Verfluchte” bezeichnet und in das „ewige Feuer” geworfen werden (Mt 25,41).

Normalerweise sind Christen daran gewöhnt, Jesus als sanftmütig und gütig (Mt 11,29), liebenswürdig und verständnisvoll zu sehen, immer bereit, auf alle zuzugehen. Und das ist Jesus. Aber Jesus ist auch Leidenschaft. Lebendige Passion. Diese lebendige Leidenschaft, die Ihn dazu veranlasst, das zu verteidigen, was dem Vater gehört (Mt 21,12-13), die Christenheit zu verteidigen und sich gleichzeitig gegen alle zu erheben, die Seine Lehren verraten haben, gegen die heuchlerischen Pharisäer (Mt 23,13-33), gegen diejenigen, die die Kleinen und Unschuldigen skandalisieren (Mt 18,6). Im heutigen Evangelium spricht Jesus von den „Kleinen”, den „Geringsten“ (Mt 25,40.45).

Jesus segnet und nennt alle „Gerechten” (Mt 25,37), die im Laufe ihres Lebens den „Kleinen” geholfen haben, die hungrig und durstig sind, die fremd und nackt sind, die krank und gefangen sind (vgl. Mt 25,37-40). Wer den „Geringsten“ hilft, der hilft Jesus. Die erste Hilfe gilt dem Geist der „Kleinsten“, der genährt werden soll. Und wir sollen die wesentliche Nahrung verstehen. Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott. Jesus ist zugleich Fleisch und Geist (Joh 1,32-33; Joh 3,34). In Jesus verschmelzen Geist und Fleisch, um eins zu werden. So soll es für jeden von uns sein, die wir berufen sind, „Kinder Gottes” zu sein (Röm 8,14). Und kraft der empfangenen Taufe (Apg 22,16; Röm 6,4; Eph 4,5; Kol 2,12) sind wir es auch wirklich (1Joh 3,1). Die Kinder Gottes sind diejenigen, die im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wurden (Joh 1,12). Es ist also nicht wahr, wie in einem anderen Haus gepredigt wird – das früher war, aber jetzt nicht mehr ist (Offb 17,8-11) –, dass wir alle Kinder Gottes sind. Es ist eine Sache, „Kinder” zu sein, eine andere, „Geschöpfe” Gottes zu sein. Der Unterschied ist wesentlich und grundlegend.

Die Kinder Gottes sind nach dem Vorbild Christi, des Gottmenschen, und nach dem Vorbild der ersten Christen, der Apostel, dazu berufen, allen die erste lebenswichtige Nahrung zu bringen: Christus, um zuerst die Seele zu nähren. Dann wird auch für die Ernährung des Körpers gesorgt. Ich war „hungrig” und ich war „durstig”. Ihr habt mir zu essen und zu trinken gegeben (Mt 25,35). Christus ist die wesentliche Nahrung der Kinder Gottes, Derjenige, der sättigt und den Durst stillt (Joh 6,50-51). Christus will, dass alle satt werden und deren Durst gestillt werde, damit alle an Ihm Anteil haben können. Das bedeutet es, Seine Messe zu erleben, die lebendig, fortwährend und pulsierend ist: am Erlösungsopfer Christi teilzunehmen (Röm 12,1). Die erste Nahrung, die allen Völkern, den „Kleinen” in der Welt, gebracht werden soll, ist Christus. Darin liegt die Bedeutung der Missionierung, des Proselytismus, wie Jesus es geboten hat. Christen sollen missionieren (Apg 13,47). Das Gegenteil zu behaupten, wie es andere ständig tun, indem sie den Proselytismus als „feierlichen Unsinn” bezeichnen, bedeutet, die Lehre Jesu zu verleugnen, bedeutet zu sagen, dass Jesus Unsinn redet. Wer dies behauptet, kann nicht vom selben Geist wie Jesus beseelt sein, sondern von einem Geist, der dem Geist Jesu entgegensteht (vgl. 1Joh 4,3), denn er lehrt das Gegenteil von dem, was Jesus lehrt, der Seinen Kindern gebietet, Proselytismus zu machen (Mt 28,19; Mk 16,15-16; Lk 24,47).

Sich von Christus zu nähren und Christus und das Christentum zu allen Völkern zu bringen, damit die Völker gerettet werden, ist somit die erste Pflicht des Christen. Das ist der wahre und erste Hunger, den es zu stillen gilt, und der wahre und erste Durst, den es zu stillen gilt, wie Jesus zu der Samariterin am Brunnen sagte: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt“. Und die Frau, die Heidin und keine „Christin“ war, sagte sofort: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen“ (Joh 4,13-15).

In dieser Kirche ist die Priorität Christus. Christus ist das Zentrum. Christus ist die erste Notwendigkeit. Christus ist alles. Christus ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist (Joh 6,51) und in Geist und Wahrheit (Joh 4,24) alle Völker sättigen und deren Durst stillen soll. Seht, in diesen letzten Zeiten (1Petr 1,5.20) der Geschichte Gottes, die wir jetzt erleben, erfüllen sich die Worte Jesu, die im Evangelium überliefert sind. Und alles wird im Geist und in der Wahrheit (Joh 4,23) gelebt. In dieser Kirche wird die Gemeinschaft mit Christus, dem lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, in Geist und Wahrheit gelebt, in der spirituellen Gemeinschaft mit Christus, der von Herz zu Herz, von Geist zu Geist, Seine Kinder nährt. So nähren sich die Kinder Gottes in Geist und Wahrheit von Christus, dem lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, der wahren Speise und dem wahren Trank (vgl. Joh 6,55-58.63).

Nachdem jedes Kind Gottes die Seele mit dem Essenziellen, Christus, genährt hat, ist es aufgerufen, den „Kleinen”, den „Geringsten“ auch mit Taten zu helfen, indem es sich um die körperlichen Bedürfnisse der Bedürftigen und Armen kümmert, denen geholfen werden soll, soweit dies jedem Einzelnen, jedem Bürger und jeder Nation möglich ist. Wer die „arabische Invasion” (das sind seine Worte) unter dem Vorwand, den Armen zu helfen, begünstigt, der will in Wirklichkeit das Christentum untergraben, um Völker und Nationen in Hunger und Durst nach Christus zu lassen.

Wer Christus und Seine Person verachtet und die „Armen” für Propagandazwecke instrumentalisiert, für einen Zweck, der nicht zu Christus führt, sondern von Christus entfernt, ist nicht von Gott. Wer sagt, dass Jesus am Kreuz wie ein „Teufel”, wie eine „Schlange”, „so hässlich, dass es einen mit Abscheu erfüllt” geworden sei, dass der „Kreuzweg die Geschichte des Scheiterns Gottes” sei, wer Jesus als „dumm” bezeichnet, ist nicht von Gott (Phil 3,18; vgl. 1Joh 2,18). Man benutzt die Armen, man instrumentalisiert die Armen, aber man stillt nicht den wahren Hunger und Durst der Menschen. Die Menschen hungern und dürsten heute mehr denn je nach Christus. Christus, dem lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Christus, der Liebe, die Person geworden ist (Joh 15,9), die im Gegensatz steht zur „Liebe“ dessen, der sich „Vater“ nennen lässt, aber kein „Väter“ ist. Ein „Vater“, der das Wort „Liebe“ benutzt, um die Menschen von Christus fernzuhalten und sie in einer neuen weltweiten religiösen Philosophie zu vereinen, die nicht vom wahren Vater, dem Allmächtigen Gott, stammt. Eine ist die vom Vater gewollte Religion: die christliche, die sich in Christus, dem einzigen Retter (Mt 1,21; Lk 2,11; Phil 3,20; 2Petr 1,11) offenbart. Wer nicht an einen katholischen Gott glaubt, wer nicht glaubt, dass Christus die absolute Wahrheit ist (Joh 14,6), der wird niemals die Kleinen und Armen aufnehmen und sättigen können. Sondern er wird den Hunger und den Durst in der Welt noch verstärken. Er wird den spirituellen Tod durch Hunger und Durst vieler „Kleiner” in der Welt verursachen.

Nachdem Hunger und Durst gestillt sind, sagt Jesus, dass man sich um den Fremden kümmern und den Nackten bekleiden soll. Christus ist der nahe, vertraute Freund, der uns in unserem Alltag begleitet. Nicht der „Fremde”, der Unbekannte (vgl. Eph 2,19). Christus offenbart sich in den Kleinen. Die Intimität der Kleinen muss geschützt und verteidigt werden. „Lasst die Kleinen zu mir kommen” (Mt 19,14; Mk 10,14; Lk 18,16), sagt Jesus. Die Kleinen müssen vor denen geschützt werden, in deren Herzen die Unterwelt die Oberhand gewonnen hat (vgl. Mt 16,18). Wehe all denen, die diese Kleinen missbrauchen. Wehe allen, die sich mitschuldig machen an denen, die die Kleinen missbrauchen (vgl. Mk 9,43-47), an denen, die sich hinter leeren Worten verstecken, nur um „zu zeigen“, dass sie etwas tun wollen, indem sie Kommissionen und Gerichte einrichten, die in Wirklichkeit nichts tun, um diesen Skandal wirklich zu bekämpfen. Wehe denen, die auch nur eines dieser Kleinen zu Fall bringen, sagt Jesus im Evangelium (Mk 9,42; Lk 17,2). „Für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde“ (Mt 18,6). Am Tag des Gerichts werden die Tränen bitter sein. Wehe euch, ihr heuchlerischen Pharisäer!

Jesus spricht im Evangelium dann von Krankheit und vom Zustand derer, die im Gefängnis sind. Wenn die Seele krank ist, bedarf sie des Arztes (Mt 9,12; Mk 2,17; Lk 5,31), der Gut und Heilig, Barmherzig und Gerecht ist (Ps 116,5). Das Gleiche gilt für den Körper. Wer an Christus glaubt, der wird auf ewig nicht sterben (Joh 3,18.36; 6,47; 11,25). Das Leben ist ein Geschenk Gottes (Gen 2,7) und ist als solches zu bewahren und zu verteidigen. Niemand darf die Heiligkeit des Lebens verletzen. Kein Mensch hat das Recht, das Leben anderer Menschen auszulöschen (Mt 5,21). Keine „menschliche Begleitung” kann das vom Menschen verursachte „Lebensende” rechtfertigen. Nur Gott kann das Leben schenken oder nehmen. Wehe dem Menschen, der sich an die Stelle Gottes setzt. Wehe dem, der im Tempel Gottes sitzt und sich wie ein „Gott” verehren lässt, sagt der heilige Paulus zu den Thessalonichern (2Thess 2,3-4). Wehe dem, der ein Gesetz lehrt, das dem des Allmächtigen Gottes, des Vaters, widerspricht! Es werden Zeiten kommen, in denen „die Menschen”, sagt der heilige Paulus zu Timotheus, „die gesunde Lehre, die Christus ist, nicht mehr ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer suchen und sich von der Wahrheit abwenden, um sich Fabeleien zuzuwenden” (2Tim 4,3-4).

Hier sind sie, diese Zeiten (1Tim 4,1; 2Tim 3,1). Hier sind sie, die Fabeleien, erzählt in einem anderen Haus. Christus ist nicht mehr der Weg, die Wahrheit und das Leben. Man lehrt nicht mehr, an Christus, den katholischen, universellen Gott, die absolute Wahrheit, zu glauben, sondern man lehrt, dem Guten nach bestem Wissen und Gewissen zu folgen. Man lehrt, dass alles relativ ist. Alles ist vermenschlicht.

In jenem Haus, das vom Vater berufen wurde, das Christentum leben zu lassen, wurde die Erstlingsgabe verschleudert (Gen 25,23). Man lehrt nicht mehr die wahre Lehre, die Christus ist. Man lehrt nicht mehr die Unauflösbarkeit der Ehe (Mt 19,6; Mk 10,9), sondern durch „Motu proprio” werden Ehen annulliert, der Wert der Familie, die auf der Vereinigung von Mann und Frau gegründet ist (Mt 19,4-6; Mk 10,6-7). Man ist nur noch in der Lage zu sagen: „Wer bin ich, dass ich urteile?” (vgl. 1Kor 6,10). Und so wird die Seele vieler vergiftet und gerät in einen Zustand der Gefangenschaft. Es ist die Aufgabe der authentischen Christen, diese „Kleinen“ zu besuchen, sie zu trösten und zu befreien, indem sie ihnen die Wahrheit, die Christus ist (Joh 14,6), verständlich machen. Viele sind gefangen in dem Gedanken, dass der Geist jenes Haus, das früher war, aber jetzt nicht mehr ist, niemals verlassen kann (Offb 17,8-11). Der Geist hat sich entfernt, weil in jenem Haus der wahre Gott, Christus, nicht mehr angebetet wird (1Joh 4,3). Der Geist wurde verraten, und der Vater hat Ihn zurückgezogen (vgl. 1Sam 16,14; 18,12). Aber viele Kleine sind gefangen, im Geist gefangen.

Wir wollen den Geist verständlich machen, der dieses Haus, diese Kirche beseelt: einen Geist, der Seinen Bund mit diesem Haus hat besiegeln wollen (Offb 21,3; Jer 31,31-34; vgl. Röm 9,25-29) und ein altes Jerusalem (vgl. Röm 9) mit all seinen Bräuchen, all seinem Prunk, all seinen Riten verlassen hat, um viele Kinder aus einem Zustand spiritueller Sklaverei zu befreien, der schlimmer ist als der der Brüder, die Moses zur Zeit des Pharaos befreit hat.

Am Tag des Gerichts wird nicht nur derjenige gerettet werden, der, wie die Pharisäer sagen, in diese Arche eintritt oder dieses Land der Liebe (Gal 3,5; Offb 14,1) betritt, das vom Vater ausgewählt wurde, um alle Völker zum Heil zu führen. Wer in dieses Land kommt, um Maria, die Arche des Neuen Bundes, erneuert im Geist Christi, zu erleben, um Gott zu ehren, und sein Herz öffnet, der hat bereits den Weg eingeschlagen, der zum Herzen des Vaters führt. Und in dem Moment, in dem die Gebote des Vaters eingehalten werden, ist die Erlösung für alle (Dtn 7,9; Ez 18,19; Mt 19,17). Aber die Rettung kann nicht unentgeltlich sein (Ps 119,155), wie es in einem anderen Haus, jenem Haus, heißt. Das Heil ist eine Errungenschaft (vgl. 1Petr 10-21; Röm 1,16; Eph 6,16-17; 1Thess 5,7-11; 2Tim 3,15) für alle, die mit Herz und Willen die Gebote Gottes leben und in die Praxis umsetzen wollen.

Am Tag des Gerichts werden auch all jene gerettet werden, die, obwohl sie nicht diese Kirche leben, von dem guten Willen beseelt sind, verstehen und erkennen zu wollen, wo die Wahrheit, die Christus ist, wohnt. An jenem Tag werden auch all jene gerettet werden, die vom alten Jerusalem vergiftet wurden, weil sie bewusst vergiftet wurden. Diejenigen, die nichts wissen, werden gerettet werden (vgl. Apg 3,17; 17,30).

Am Tag des Gerichts hingegen werden all jene nicht gerettet werden, die das Gift in die Herzen der Kinder Gottes gebracht haben, das dazu geführt hat, dass sie nicht mehr Kinder, sondern Sklaven sind. Diejenigen, die die Heiligkeit verschleudert haben, werden nicht mehr gerettet werden. Ihnen gegenüber wird Gott Seine barmherzige Gerechtigkeit walten lassen.

Das ist die Wahrheit, die diese Kirche vermitteln will, indem sie das Wort des Evangeliums in aller Einfachheit verkündet (2Tim 4,2), so wie es uns die Frau Gottes in aller Einfachheit gelehrt hat. Mit ihrem essenziellen und substanziellen Lebensbeispiel hat sie uns alle in ihrer Essenz als Frau die Substanz all dessen leben lassen, was das Gesetz des Vaters betrifft.

Diese Kirche liebt Maria. Sie liebt ihr reines und makelloses Herz. Diese Kirche wird ihr Unbeflecktes Herz triumphieren lassen und das Opfer Christi nicht zunichte machen; Christus, der auf diese Erde herabgestiegen ist, um uns Seinen lebendigen und wahren, Heiligen Geist zu schenken (Joh 14,16.26; 15,26; 16,7).

Das ist unser Bewusstsein. Das ist es, woran wir glauben. Diese Kirche entsteht durch den Willen des Vaters, um alles zum Ursprung und zur Ursprünglichkeit Seines Gedankens zurückzuführen. In diesem Jerusalem wird Gott, der Dreifaltige, verehrt: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Niemals wird man sagen, wie es anderswo gesagt wird, dass innerhalb der Heiligsten Dreifaltigkeit „hinter verschlossenen Türen gestritten wird, aber nach außen hin das Bild der Einheit gezeigt wird”.

Deshalb sagen wir heute und werden wir immer allen sagen: „Öffnet eure Augen. Öffnet eure Herzen”. Um zu verstehen, wo die Täuschung wohnt, in der Freiheit, die der Vater jedem geschenkt hat. Einer ist der Weg, eine ist die Wahrheit, ein ist das Leben (Joh 14,6). In diesem Haus folgen wir dem einzigen Herrn und wollen in den einzigen Weinstock, Christus, eingepfropft bleiben (Joh 15,1.5). An den Früchten werdet ihr den Baum erkennen (Mt 7,16-17.20). Der Baum des neuen Jerusalem ist heilig (Offb 22,2). Und zur rechten Zeit und in der Zeit hat Er alles weitergegeben, was in der Essenz und in der Substanz vom Vater kam, vom Vater kommt und immer vom Vater kommen wird. Und wir, als Diener des Vaters, wollen in Demut erneut die Erkenntnis des Vaters, des einzigen Guten und Gerechten, Barmherzigen und Heiligen Vaters, in die Welt und allen Menschen bringen, den wir durch den lebendigen Geist des Sohnes erleben und berühren (Joh 16,13-15). In dieser Kirche werden wir immer Gott an die erste Stelle setzen, den einzigen Gott (Mk 12,29; Joh 17,3), der uns hierher gerufen hat und von hier aus neu beginnen will; und der Seine Kirche neu gegründet hat. So wie damals, auch heute. In dieser Kirche werden weder Menschen beeinflusst, noch Herzen umgarnt, wie manche behaupten. Die Türen stehen offen. Alle können sehen und hören. In dieser Kirche wird die Wahrheit verkündet, auch wenn sie unbequem ist, mit einem Gesicht und einem Wort: „Ja, ja; nein, nein” (Mt 5,37).

Wir sind hier, nicht weil wir den Weg verfehlt haben oder weil wir uns in diesem sogenannten Neuen Jerusalem wiedergefunden haben. Wir sind hier, weil wir ein altes Jerusalem verlassen haben, das den Hauptweg des Meisters verlassen hat, das den Vater nicht mehr anerkennt und den Sohn nicht mehr erkennt (1Joh 2,22-23).

In diesem Jerusalem preisen wir den Vater und lieben den Sohn; wir lieben Maria und sind ihrem Unbefleckten Herzen geweiht. Maria, die Allschöne, die Allreine. Die Unbefleckte des Heiligen Geistes (Lk 1,35; Offb 12,1) wird durch die Macht, die der Ewige Vater ihr über die Engel und Erzengel gegeben hat, mit Hilfe des Heiligen Erzengels Michael (Offb 12,7-10) die Welt vom Bösen und von der Ungerechtigkeit befreien (Mt 6,13; 2Tim 4,18), damit alle die Zeit des stabilen Friedens auf der ganzen Erde erleben können, die im Gedanken Gottes ist (Offb 21,1-4; Jes 9,5-6; 52,7; Ez 37,21-28).

Lieder und Hymnen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist (Eph 5,19); und Derjenigen, die für die Menschheit den Erlöser hervorgebracht hat (Lk 2,11; Offb 12,1-5). Christus, dem König des Universums (Offb 19,16), das „Amen!” der Kinder Gottes (Offb 19,4).

Lob, Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen“ (Offb 7,12).