5. Juli 2026
Hochfest der Rückkehr von Maria G. Norcia zum Herzen des Vaters

Evangelium: Matthäus, Kap 5, Vv. 1-12
Homilie des Pontifex Samuel

Lob sei Dir, Maria Giuseppina:
Du bist wahrhaftig selig

Selig seid ihr, geliebte Brüder, die ihr aus dem Herzen dieses Mädchens getrunken habt, das unter den Frauen dieser Zeit selig ist, vom Vater auserwählt, um den Sohn aufzunehmen, der vom Himmel herabgestiegen ist (Apg 1,11), wie der Vater es versprochen hatte, den sie in ihrem Herzen aufgenommen hat, der in ihrem Herzen erwachsen wurde, um dann in die Herzen all jener aufgenommen zu werden, die zu gegebener Zeit Ihn aufnehmen wollten, sich danach sehnten, Ihn aufzunehmen und folglich in Ihm, mit Ihm und durch Ihn wiedergeboren zu werden (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Rückkehr Jesu„, 30.11.1994).

Das ist die Seligkeit dieser Zeit, die durch diejenige, die Selig ist und die soeben verkündeten Seligpreisungen des Evangeliums (Mt 5,1-12) verkörpert hat, so viele die Gnade haben, sie leben zu dürfen: die Gnade, denn alles, was Gnade ist, erfüllt das Herz und stärkt in Gott (Lk 1,30).

Das ist das Fest, das wir heute begehen: das Fest dieses Mädchens; das Fest Derjenigen, die jede Seligpreisung verkörpert hat und wahrhaft Selig ist (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Du bist nie allein„, 28.10.1985); das Fest Derjenigen, die von Anfang bis Ende gehorsam war und so ihr Leben zu einem einzigartigen Leben gemacht hat.

Deshalb konnte der Vater den Sohn senden, denn Er fand ein Herz, „das“ reine, bereite Herz, damit sich jede Verheißung des Vaters erfüllen konnte (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Der Aufstieg in den Himmel„, 13.04.1995). Wäre dieses Herz nicht gewesen, hätte der Vater Seinen Sohn jetzt nicht senden können. Das muss man verstehen, um die Gnade zu begreifen, mit der sie erfüllt und bekleidet wurde, und folglich auch die Gnade, die all jene gefunden und gelebt haben, die aus ihrem Herzen ihren Durst haben stillen können und wollen.

Das ist die Seligkeit der Kinder Gottes. Das sind jene, die Gnade bei Gott gefunden haben. Das ist die Seligkeit all jener, die ihren Fuß und ihr Herz auf dieses Land der Liebe setzen konnten.

Das ist die Seligkeit all jener, die hierherkommen werden, in dieses Land der Liebe, und die, auch wenn sie nicht glauben, doch ihren Fuß hierhin setzen, ihr Herz öffnen und die ganze Wahrheit hereinlassen (Joh 16,13), sich bekehren werden, um gerettet zu werden.

Das ist die Seligkeit all derer, die heute zum Jesuskind beten werden, denn sie alle werden von Seiner ewigen Güte erfüllt, von dieser unendlichen Güte durchdrungen werden.

Das ist die Seligkeit der Kinder Marias, des Neuen Jerusalem (Akt des Magisteriums, „Das Heiligtum des Neuen Jerusalem„, 05.06.2022): Denn Maria konnte euch nähren und euch heranwachsen lassen, euch zu Erwachsenen werden lassen, zu Erwachsenen im Glauben, einem reifen Glauben, ohne dabei jene Kindlichkeit zu verlieren, die die Kinder Gottes auszeichnen soll.

Das ist die Kindlichkeit der Kinder (Mt 18,3), die nach dem Vorbild des Jesuskindes im Herzen immer fröhlich bleiben, aber einen reifen, erwachsenen Glauben offenbaren, um sich als wahre Menschen und folglich als wahre Christen zu erweisen.

Das, liebe Brüder, ist es, was zählt: die Beständigkeit eines rechtschaffenen und korrekten Lebens, menschlich rechtschaffen und korrekt, christlich heilig, denn alles, was nicht verkörpert wird, bleibt leer.

„Windhauch, Windhauch. […] Das ist alles Windhauch und Luftgespinst“, sagte vor vielen Jahren ein König und Prophet (Koh 1,2.14). Hier gibt es weit mehr als diesen König und diesen Propheten, denn an diesem Ort findet alles seine Erfüllung: Das Wort wird Fleisch und erwacht zum Leben. Jede Verheißung, die der Vater verkündet hat, erfüllt sich, und so wird die einzige, wahre und heilige Lehre erfahren.

Was ist die Lehre? Wer ist die Lehre? Christus ist die Lehre, unvergänglich und ewig. Wo Christus ist, da ist die Lehre. Wo Christus und Sein Wort verkündet und in die Tat umgesetzt werden, dort wird die Lehre Fleisch (Joh 1,12) und wird Leben (Akt des Magisteriums, „Die wahre Kirche„, 08.05.2025). Der Rest bleibt nur Worte, und Worte verfliegen im Wind.

Hier erlebt man den wahren Glauben, den Glauben an die Verheißungen des Meisters. Das ist der einzige und ewige Glaube, der nicht auf die Moden der Zeit oder auf die Moderne schaut; der nicht auf ein veraltetes Gesetz schaut, das schwer geworden ist oder erneut schwer gemacht wurde, sondern auf das einzige und ewige Gesetz, das der Vater in diesem Land in die Herzen geschrieben hat (Jer 31,33), in das Herz Derer, die den Sohn aufgenommen haben, und in die Herzen derer, die Seine Stimme aufgenommen haben (Akt des Magisteriums, „Der Christliche Glaube„, 27.10.2024).

Freude am Wort Gottes, Freude des Paradieses, absolute Heiligkeit: Dazu muss man zurückkehren, wenn man den wahren Glauben leben will.

Hier hat Gott Seine Wohnstätte errichtet (Offb 21,3), denn da war das reinste Herz, und deshalb ist die Wohnstätte nun. Und von hier aus wird alles erneuert werden (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die von Jesus bestimmte Wohnstätte„, 09.03.1997).

Siehe dieses Mädchen, das sich zu einem heiligen und gehorsamen Werkzeug in den Händen des Schöpfers gemacht hat, der sich ihrer bediente, wie es Ihm gefiel (Akt des Magisteriums, „Maria G. Norcia„, 21.01.2019). „Mach aus mir, was Dir gefällt: Dein Wille geschehe“. Das ist ihr Gebet, das ist ihr Vermächtnis, das ist das Einzige, was zählt: den Willen des Vaters zu tun (Mt 6,10).

Gewiss, wenn man Ihn nicht kennt und anerkennt oder, schlimmer noch, wenn man Ihn nicht annehmen will, wird man den Willen des Vaters niemals erfüllen können (Mt 7,21), und man wird in seinen eigenen Überzeugungen verharren. Doch in dem Moment, in dem alles offenbar werden wird (1Kor 13,12), wird man alles verstehen. Aber die Zeit vergeht, liebe Brüder und Schwestern, und für manche wird die Zeit keine Zeit mehr haben, denn die Zeit wird vergangen sein (Offb 10,6).

Und dann wird für alle die Zeit des Gerichts kommen, so wie heute, am Fest des lebendigen Gehorsams, die Zeit des Gerichts sein wird, die all jenen Freude bereiten wird, die vor Gott als heilig befunden werden (Kol 1,22), die im Haus Gottes aufgenommen werden, der Seine Arme ausbreitet, um Seine Kinder zu empfangen; so werden alle, die in der Gnade Gottes entschlafen, im Neuen Jerusalem, dem Land der Heiligen, wieder erwachen. Für andere hingegen wird es die Barmherzige Gerechtigkeit geben, die alles und jeden gleichstellen wird. Viele Mächtige, viele, die im Leben auf Kosten so vieler kleiner Unschuldiger die Brust geschwollen haben, werden sich vor dem Erlöser und der Miterlöserin wiederfinden (Akt des Magisteriums, „Wie Name Jesu, des Erlösers, rettet, so rettet der Name Marias, der Miterlöserin„, 12.09.2021).

Wieder einmal erfüllen sich die Worte des Meisters: „Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo“ (Mt 12,42).

Das ist unser Fest, und das ist unsere Freude, wenn wir sehen, wie sich die Verheißungen des Himmels eine nach der anderen erfüllen. Das ist die einzige und ewige Verheißung, die der Vater in diesem Land der Liebe gegeben hat: das Volk zu versammeln (Jer 23,3; Ez 34,23), das, vereint mit Maria, dem Sohn folgen wird, um die ewige Schwelle zu durchschreiten.

Das sind der neue Himmel und die neue Erde (Offb 21,1), ein einziges Herz und eine einzige Seele (Apg 4,32), um den einzigen und ewigen Geist zu offenbaren, der in diesem Haus, in diesem Land, in dieser letzten Grotte das Leben ist (Offenbarung Jesu an Maria G. Norcia, „Die Heilige Stadt„, 23.06.1996). Das ist die Verheißung des Vaters, und jede Verheißung erfüllt sich.

Und wir wollen Ihm heute gemeinsam danken, dem Heiligen Vater, dafür, dass Er uns dieses Mädchen geschenkt hat, jene, dank derer sich die Verheißungen des Vaters erfüllen konnten. „Dir, Heiliger Vater, unsere Ehrfurcht und unser Lob. Dir unser ‚Dank‘, Vater, dafür, dass Du uns dieses Mädchen gegeben hast, das uns wie eine Mutter und mehr noch als eine Mutter genährt hat, gütig und zärtlich“.

Und viele, die zu jenem „kleinen Fenster“ eilten, konnten das Leben wiederfinden, das wahre Leben, um in den wahren Weinstock eingepfropft zu werden wie Reben, die, genährt von der Liebe, die Leben ist, das Leben für die Ewigkeit wiedergefunden haben (Joh 15,5). Das sind diejenigen, die im Buch des Lebens geschrieben stehen (Offb 21,27).

„Und Dir, Heilige Mutter, gilt mein und unser ‚Dank‘, dass Du uns aufgenommen und geliebt hast wie kein anderer. Hier ist unser lebendiges und tiefes Dankgebet dafür, dass Du viele spirituell neu hervorgebracht hast, dass Du vielen, die es verloren hatten, die es verfehlt hatten, das Leben zurückgegeben hast“.

„Dir gilt unser Lobpreis, unser unendliches ‚Dank‘; und Dir gilt unser lebendiges Versprechen, Dich lieben zu können und Dich allen bekannt zu machen, denen wir es vermögen, allen, die zuhören wollen, damit alle Dich im Innersten erkennen und durch Dich Jesus lieben und das Heil finden können, denn Gott rettet ist Sein Name (Akt des Magisteriums, „Das Gebetshaus für alle Völker, im Namen Dessen, der rettet„, 29.03.2026) und nur in Gott, dem Retter, wird es das ewige Leben geben können: nicht in anderen und nicht in etwas anderem, denn die Dinge von einst werden vergehen“.

Was bleiben wird, ist das Neue Jerusalem (Offb 21,2) und all jene, die die Schwelle durchschritten haben werden: die Schwelle der Ewigkeit, in Christus und in Maria, mit Christus und mit Maria, durch Christus und durch Maria. Und so sei es.